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Geschichte der Stadt Duisburg bis zur endgültigen Vereinigung mit dem Hause Hohenzollern (1666) : mit einem alten Stadtplan
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s 35. Die ältesten Nachrichten.

und dic Not verleiht ihncn Kraft zum Widerstand. Gleichwohlwären sie alle niedergemacht worden, wenn nicht das GeschwaderPanzcrrcitcr auf den Lärm herbeigekommen wäre; mm greifen dicRömer ermutigt von beiden Seiten an und machen alle nieder. Eingerechter Beurteiler wird diesen Ucberfall vielleicht als treulosen undhäßlichen Verrat bezeichnen, aber nach Erwägung der Sachlage wirder Befriedigung darüber empfinden, daß die schädliche Näubcrscharbei guter Gelegenheit endlich gefaßt sei. Mit dieser Betrachtungschließt Annnian.') lieber eine an den Feinden begangene Treulosig-keit kamen dic Römer immer leicht hinweg.

Daß Duisburg mit Deuso zusammenhängt, haben wir obenS. 217 erwähnt. 2) Daß es im Gebiet der ehemaligen Franken liegt,das bezeugt dic hiesige Volkssprache noch sicherer als dic Chronik. Nachalter Ucbcrlicfcrung aber soll hier ein Königssitz der Franken gewesensein. Gregor von Tours (st 594) berichtet im 2. Buche der Ge-schichte der Franken: Dieselben seien nach vieler Ansicht aus Pannonicngekommen und hätten zuerst an den Ufern des Rheins gewohnt. Dannhätten sie den Rhein überschritten, Thoringia überzogen und dortnach Gauen oder Völkerschaften hanptnmlockte Könige über sich ge-setzt. Damals soll auch Chlogio, ein in seinem Stamm hervorragen-der Fürst, ein König der Franken gewesen sein; der hätte bei Dis-pargnm, an der Grenze der Thoringcr, ein Lager oder Kastell gehabt.Von dort habe er Kundschafter nach Camcraenm (Cambray) geschickt,dic Römer verfolgt und das Land eingenommen. Aimoinus (st 1998)berichtet über diese Sache in folgender Weise: Clodio überzieht dicbenachbarten Thoringcr, die Germanien bewohnen, mit Krieg, ver-wüstet das Land und besetzt das Kastell Dispargum, nw er seinenKönigssitz aufschlägt. Um aber sein allzu enges Gebiet zu erweitern,schickt er Kundschafter von Dispargum über den Rhein, folgt selbstmit einem Heer nach und nimmt Cambray. Unter dem hier ge-nannten Dispargum versteht schon Kaiser Otto I. Duisburg; 966datiert er eine Urkunde von „Dinspargum, das wir in der Volks-sprache Duisburg nennen."

Erst in der neuesten Zeit hat man diese offenbar falsche Aus-deutung der Nachricht des Gregor v. Tours fallen lassen; es kannnur ein belgischer Ort gemeint sein, wie es denn auch in der Nähevon Brüssel ein Duysburg giebt. Soviel läßt sich aber hieraus cnt-

st Herum ^estnrum lid. XXVIII, S. Er lebte c. 330—4M. Wennvon manchen Deuso für Deutz erklärt wird, so ist das nicht zn verstehen: es febltdafür jede Begründung. Lae. I IUP.