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Geschichte der Stadt Duisburg bis zur endgültigen Vereinigung mit dem Hause Hohenzollern (1666) : mit einem alten Stadtplan
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v. Haupts Bericht. 219

Aufstoßen unterirdische Höhlungen anzudeuten, Auch weiterhin sahvon Haupt in Entfernungen van 69, 69, 199, 699 Schritten nichtallein in den Wcggriibcn, sondern auch auf den Nichtwcgcn Bruch-stücke von Urnen und Gebeinen zerstreut, welche an vielen Stellen vonden Arbeitern gefunden, zerstört und dahin geworfen waren.

„Nach dem sogenannten Böllcrts Bruch zu erregte im Graben,neben dem Richtwcgc, eine auffallend schwarze Stelle des Erdreichsunsere Aufmerksamkeit. Beim Nachgraben fand sich zuerst eine, un-gefähr anderthalb Fuß tiefe Schicht fettiger Holzkohlen; unter diesenund mit ihnen vermengt ungefähr die Hälfte der Gebeine einesmenschlichen Gerippes, vom Feuer zerstört und in der Berührungsich leicht zerbröckelnd. Auch von da aus stießen wir weiter nachdem Böllcrts Bruch zu in geringeren und weiteren Entfernungen, inden Wcggriibcn und auf dem neu angelegten Nichtwege auf vielezerstreute Trümmer von Urnen und Fragmente von Gebeinen. ImBöllcrts Bruch harrte unser eine merkwürdige Erscheinung. DieArbeiter hatten dort bei Anlegung eines neuen Weges unter einerabgetriebenen, nach der Schätzung des Försters beiläufig hundert-jährigen Eiche eine Urne von großem Umfange entdeckt; sie war zumTeil zerstoßen worden; ungefähr die Hälfte sollte aber noch an ihrerStelle in der Erde befindlich sein. Wir fanden die Sache wirklichso und suchten nun das noch vorhandene Bruchstück unversehrt zuTage zu fördern. Dies war aber um deswillen unmöglich, weil dieWurzeln der Eiche die Urne zum Teil ganz durchdrungen hatten,und weil eine ursprünglich wohl neben dieser Urne gestandene zweite,durch die Last der Eiche nach und nach in jene gedrückt worden, sodaß beide zerborsten waren; außerdem hatte das Wasser, in dem dieUrne stand, und das bei der Untergrabung in Menge hervorquoll,die Masse so erweicht, daß sie sich beim Anfassen zertrennte. Indessengelang es nus doch, einige Fragmente von bedeutender Größe unver-sehrt zu erhalten, deren Ausmessung sowie jene der früher erwähntenUrnen einen Umfang von 7 Fuß rheinisch und eine Dicke von ^/, Zollergab. Die Masse war ungebrannt, grau, roh und mit kleinen Kieselnvermengt; der Rand eingebogen.

Der Umfang des noch gefundenen Bruchstücks enthielt eine graue,fettige, hier und da noch Spuren verbrannter Gebeine andeutende Erde.

Die von uns genau befragten Arbeiter erzählten uns, daß sieau vielen Stellen im Walde nicht allein Gefäße dieser nämlichen Art zuzweien, dreien und mehreren, sondern auch andere von roter Farbe, zier-licher Form, mit mancherlei Strichen und Zicrratcn, auch mit Deckelnversehen, von verschiedener Größe, mitunter sehr kleine, Gebeine, Asche