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Geschichte der Stadt Duisburg bis zur endgültigen Vereinigung mit dem Hause Hohenzollern (1666) : mit einem alten Stadtplan
Entstehung
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218 s 34. Die Hünengräber.

gegeben wurde den Toten nichts, und so ist abgesehen von dem, waszufällig bei der Bestattung verloren ging, meist Spangen, mit denendie Gewänder zusammengehalten wurden, nichts in den Gräbern ge-funden worden, trotzdem viele Hunderte geöffnet sind. Zuerst be-richtet über dieselben Theodor v. Haupt im Beiblatt der KölnischenZeitung 1820 r>. 15 u. 16 (durch Wilms mitgeteilt in den Jahr-büchern des Vereins von Altcrtumsfreundcn im Rhcinlandc 1872 Dil).Derselbe erzählt, daß bei einer Wanderung von Hückingen nach derWedau der ihn führende Förster Schallcnbruch ans Augcrmund ihmberichtet habe, schon seit vierzig Jahren seien von Zeit zu Zeit Töpfe,Knochen, Glas, Kohlen, auch einmal ein Hcidcnkopf (Münze) injenem Walde gefunden worden; unter dem Volke gehe die Sage, daßin jenem Walde vor undenklichen Jahreil eine große Schlacht sichzugetragen und daß Heiden da gehaust hätten, wie denn noch einPlatz, das Hcidcnhüskcn (HcidcnhäuSchcn) benannt, dort zu sehen sei.„Während unscrs Gesprächs waren wir an eine der Stellen dieserEntdeckungen gelangt und hatten indessen Muße gehabt, die Gegend,welche wir durchwanderten, mit prüfenden Blicken zu beschauen: Ur-wald von herrlichen, altersgrauen Eichen, dazwischen wasserreiches,größtenteils sumpfiges Erdreich, uneben, hügclich, des Vellcjus Patcr-culus und Tacitus Schilderungen der Gegend, wo die Römer unterVarus aufgerieben und unter Cäcina hart bedrängt waren, uns ver-gegenwärtigend." Rechts von dem nach der Spcldorfer Brücke sichziehenden Wege, etwa 150 Schritt von dem Bauernhof Zum-Großen-Baum sah v. Haupt Knochcnrcstc und Urnenschcrbcn, die nach derAngabc des Försters von zwei großen etwa einen Fuß tief unterder Erde vor kurzem beim Ausheben eines Grabens gefundenen Urnenaus sehr roher, mit kleinen Kiesclstcinchcn vermischter, grauer, unge-brannter Erde herrührten. Weiterhin kamen wir an das uns vonnnscrm Waidmann bezeichnete Hcidcnhäuschcn, zur linken Seite einesdem rechts gelegenen Bauernhöfe Kik-Jn-Busch vorbciführcnden Richk-wcgcs. Von diesem Hofe einerseits bis nach der alten Burg Angcr-mund, anderseits bis geil Wesel hin zieht (streckenweise durch Sumpfund Moor) die sog. Landwehr. Das Hcidcnhäuschcn hat, nach derVersicherung des Försters, seit undenklichen Zeiten diesen Namen ge-führt. Es ist ein auf einer kleinen Anhöhe im Walde befindliches84 rheinische Fuß langes, in seiner größten Breite 20 Fuß messen-des Oval, jetzt mit jungem Buchenschlag eingefaßt; in früheren Zeitenwar es, wie der Alte als Augenzeuge erzählte, ringsum mit Urwaldbewachsen, das Oval selbst aber nie mit Holz besetzt, ist auch jetztnoch davon frei und scheint durch einen hohlen Klang beim starken