Märkte von 1577 und 16N3.
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durch Boten herumgetragen im Lande von Cleve, im Stift vonMünster, sodann längs der Maas, im Lande von dem Berge, imErzstift nach Ncnß, Hüls, Kempen. Alle wurden eingeladen zukommen, nur die wcsclschcn Kauflente, „so von der Pest infiziert seien",aufgefordert, zu Hause zu bleiben. Denen von Duissern und den Hof'scheu (von den Höfen in der oberen Au: Koller, Monningcr Hof :c.),die auf Erfordern den ersten Markt mit ihrem Haue (Vieh) besuchthalten, wurde ein Thalcr zu vertrinken gegeben. Auch wurde demDr. Ambrosius Magirius zu Dcvcntcr, der einen Kalender heraus-gab, eine Verehrung von 3 Thaler und dem Drucker eine von30 alb. (52 nlb. — 1 Thalcr) gegeben, damit er den neu angestelltenBich- und Pferdemarkt in den „Alumnat" setze.')
In der dann folgenden langen Kricgszcit ging natürlich allerHandelsverkehr ein. Erst 1603 wurden die Märkte erneuert; eswird darüber von Withof folgende Urkunde mitgeteilt:
Wir Bürgermeister, Schechen und Rath der Reichsstadt Duis-burg, im Fürstenthum Cleve gelegen, thnn kund und verfügenjedcrmänniglich, bcvorab denen, so es nöthig, in Nachrichtnng zuwissen: Nachdem durch den verderblichen Kricgscmpörungen bei 20und 30 Jahren zurück und andern Behindernnsscn, die in hiesigerStadt wohlhcrgcbrachtc privilegierte Vieh- und Jahrmärkte fastsehr abgenommen, und nicht mehr, als sie gcpflegct, von den Aus-wendigen frcqcnticret und bezogen werden, danncnhcro wir aufMitteln bedacht gewesen, wie solcher Jahrmärkten Aufnehmen zubefördern, und der hierdurch in so viel gehcmten und nicdergclegc-ucn Kaufhandlung und Trafignen wieder aufzuhelfen wäre; gleichwie uns auch dann, wann sie auf andere bcgncmcre Tage verlegtwürden, dieselbe ans solche Weise in vorigen Gang zu bringensei» mochten, die gute Hoffnung gemacht:
Daß gcstaltcr Sachen nach dieser Verlegung halber JhroChnrfürstlichc Durchlcnchtigkcit zu Brandenburg :c. nnscrn Gnädig-sten Herrn, unterthänigst angesucht, höchst ermcldcte Jhro Chnr-fürstlichc Durchlcuchtigkeit auch sothancm nnserm Suchen undPetita gnädigst dcfcricret, indeme sie nach Anleitung eines untermDato dcro Festung Colbcrg am 27. Scptcinbris jungst ausgetrete-nen 1662 Jahrs ausgelassenen Eigenhändig unterzogenen Patentsgnädigst zugestanden und beliebt haben, es solle die Stadt Duisburginskünftigc ans nachgesetzte drei Tage, als auf den 28. Aprilis (neuenKalenders) den ersten, den andern St. Bartholomen (24. August)
') Stadtrechnung.