Mg 8 32. Der alte Markt mit der Halle und Scharil.
und dcn dritten Simonis Inda (28. Oktober) die Viche- und Jahr-märkte zu halten berechtiget, auch solche drei Viche- und Jahr-märkte allemal drei Tage vorher und drei hernach die gewöhnlicheFreiheiten haben und anthorisiret sein.
Thun also jcdcrmänniglichen, so dergleichen Buche- und Jahr-mär kte zu besuchen Pflegen, zu dcro selbst eigenen Besten, sich derobbestimmtcn gefreiten Tagen mit dcn unsrigen zu gebrauchen, ver-mittelst gegenwärtigen Notifikationspatent ab- und ausladen, unterder Zusage, daß einem Jeden zu besserer Gcniessung solcher Frei-heiten allen Bcrmögen nach billigen Borschub gerne leisten wollen.Die Pferde und das Bich möchten die kommende Kauf- undHandelsleute vor der Knhepforten in der Heerstraßen, umtrent derWindmühlen, als an einem bequemen Ort Niederstetten und selbealdar, die andere Sachen aber auf dem gewöhnlichen Markt aus-feilen und respektive käuflich gesinnen. Und solle derjenige, welcherdas beste Rentcrpfcrd also bringen wird, mit ein Paar silbernenSporen, und der die besten Koppelpferdc hat, mit einem silberne»Noßkamm gratifiziret und verehret werden.
i8i«'un.tnin Duisburg, unterm gedruckten unsrcr StadtSckrct-Jnsicgcl, am 5. Januarii, 1663.
Die Bichmärkte gingen im Laufe der Zeit wieder ein, die Jahr-märkte wurden durch Beschluß der Stadtverordneten vom 13. Mai1886 (genehmigt am 16. November 1886) aufgehoben.
Die beiden Märkte oder Messen setzte Barbarossa im Jahre1173 ein auf Bitten des Grafen Philipp zu Gunsten der Flaudrcr,die ihr Tuch dort zum Bcrkauf bringen würden; dabei bestimmte er,daß die Flandrcr und andere Kauflcutc 1-1 Tage nach Ablauf desMarktes alles frei verkaufen könnten gegen dcn Zoll, den man auchzu Köln bezahlte und gegen Entrichtung des Wegegeldes.
Aus diesen Bestimmungen ergicbt sich, daß eine stehende Tuch-Halle ein Bedürfnis war, und wir dürfen annehmen, daß sie nichtlange darnach errichtet sein wird. Wir finden sie dem entsprechendauch in dcn ältesten Stadtrcchnuugcn, die die städtischen Einnahmenmitteilen; so 1353: „4 Mark van der Halle". Es ist demnacheine ähnliche Bcrwcchslung wie bei der Salvatorkirchc, wenn wir indcn Chroniken finden, daß im Jahre 1456 oder 1465 die Halle zumNutzen und Bvrtcil, wie auch zur Beförderung der Kaufmannschaftsei angelegt worden. In Wirklichkeit ist sie im Jahre 1465, zu einerZeit, wo man die Weberei und Tuchmachern hier aufs neue empor-zubriugcn suchte, mit einigem Aufwände ausgebessert worden. Sicbefand sich da, wo jetzt die Häuser zwischen dcn? Alten Markte und