Druckschrift 
Geschichte der Stadt Duisburg bis zur endgültigen Vereinigung mit dem Hause Hohenzollern (1666) : mit einem alten Stadtplan
Entstehung
Seite
206
Einzelbild herunterladen
 

206

H 32. Der alte Markt mit der Halle und Scharu.

gcgnngcu war; wir vcrmiltcn also, daß die Messe sich an diesen schonbestehenden Jahrmarkt angeschlossen hat, znmal da der andere Marktmit Palmsonntag endigte, dem Tage der Kirmes im Marienoiertcl.Man wird daher die Vermutung aufstellen können, daß schon oordem Jahre 1173 am Tage der Enthauptung Johannis und amPalmsonntag Jahrmarkt war, und zwar gerade an diesen Tagen,weil der eine der Tag der Gründung oder vielmehr der Kirchweihefür St. SalvatorZ) der andere für St. Marien war.

Im späteren Mittelalter war ein dritter freier Jahrmarkt ansSt. Thomas (21. Dezember), angesetzt; seit wann, ist nicht überliefert.Auch der Flachsmarkt wird als Ocrtlichkcit bereits 1487 erwähnt; staber über den Marktvcrkchr auf demselben ist nichts bekannt. ImJahre 1577 setzte der Herzog von Cleve auf Bitten der Stadt,„weil der alte Bich- und Pfcrdemarkt seit einigen Jahren einge-gangen wäre", drei solcher Märkte an, den ersten auf Sonntag nachAschtag im Anfang der Faste», den zweiten auf Montag nach Trini-tatis, den dritten auf Samstag vor Maria Himmelfahrt (15. August).Alle Besucher sollen drei Tage davor und danach Sicherheit habenfür sich, ihr Bich und ihre Habe, nur müssen sie Zoll und Wegegeldwie gewöhnlich bezahlen. Ausgeschieden werden öffentliche Totschläger,Mörder und Fucdcbrcchcr, sowie Kirchen- und Straßcnschändcr unddiejenigen, welche offenbare Fehde angekündigt haben und noch keineSühnnng eingegangen sind, st Eine hierauf bezügliche Bekannt-machung wurde zu Homberg bei Nikolaus Gerbcrtz gedruckt; da aberdie Lettern zu klein ausgefallen waren, wurde ein zweiter Druck inDüsseldorf bestellt und 5)00 Briefe nebst 100 Missivcn in denStädten wie Ruhrort, Beeck, Dinslaken, Essen angeschlagen oder

st Eine Bestätigung dafür, daß am 29. August scheu lange vorher Jahr-markt gehalten sei, konnte mau in folgender, in den alten Chroniken mitgeteilten,etwas rätselhaften Nachricht finden: Vetustu lupiäis insvriptio Duisburg!olim iaxtu iores meriäionnliter templi Lnlvutoris sxtrinseoas pariertinssrta, nano vero inäs trunslutu prnptsr eins verum untigaitutem sapertarss onmsrs «Iowas senutorie rnrsas eulce iuelasu nun«) .... „Inoolaeeam t-erris et munsis attinentiam La .... aon äeut tbeloniam Dispersaper nnni eirealum xrstsr nauctinas oelsbrss; obsegaantnr enim all mum-men eivitatis in muro st vullo. lllst gaiäsin untignitas bee Zrueiu eisoonoessu, temporibus vsro Leinrioi imp. st ebristiani villu reuovala(unnuin eireiter Il)I2)'d Wchinann, ^utigaitatss. Ha... ergänzen andereChroniken zu Hasel; das aber ganz unbekannt ist. Statt imp. st ebristianihat Withof iinpsrntoris I ebristiani. was richtig sein dürfte, aber es ist mirnicht bekannt, ob die Berliner Chronik ebenso hat. Er schreibt außerdem man-siouibus statt mansis; ännt statt äsnt, obssgasntur statt obseguunrui.st Licbfrauenarchiv. st Düsseldorf L.. 82 bis.