Druckschrift 
Geschichte der Stadt Duisburg bis zur endgültigen Vereinigung mit dem Hause Hohenzollern (1666) : mit einem alten Stadtplan
Entstehung
Seite
157
Einzelbild herunterladen
 

Die Salvatorkirebc.

bcrg spricht ausdrücklich nur Vau einem Altar iu der Gruft uud sagt,daß diesen 1512 drr Kölner Weihbischof geweiht habe. Daß schall1599 dar Altar vorhanden war, widerspricht dein nicht; denn Waffenbcrg sagt an derselben Stelle, es sei seit vielen Jahren kein Weih-bischaf in der Stadt gewesen.

An die Stelle dieser Kapelle auf dem Kirchhvf trat spätestensim Anfang des 14. Jahrhunderts die jetzige SalvatorkirchcU) Mansetzte den Anfang des Baues bisher in das Jahr 1415; aber irr-tümlich! Man scheint sich dabei auf einige nicht nur sehr ungeschickte, sondern auch sehr dunkle Verse gestützk gu haben. Der Stadt-sekretär G. Weimann berichtet in seinen ^»ticsiUtntss Dnislönrn-simss;1415. I'mmlion snuski 8n1vntoris lltti^bur^i struslnrn uouijxnodilis uuuo snlnli« 1415 xrims. Luuäkitions ooast.rnotu, tin'iüoxosisn sk prnsruptn Vöirusls oruntnin c^uns iuolrontn ssk annoclomini 1479, a<I 1asti«ünni psrcknoln sk nlisnliiln. anno 1597.IIa onins lülnaaa sxtauk tnlss vsrsisuli;

^.nno miUsuo «^untsr (1(10(1 st r>uinto UsusIIa so Uomus srsotn kiusiu Instnntsr ixlsptn.N(1(1(1(1 guntsruo, Usoiss ssx, x glno^us, usus45ua1s an inesptn nsa visis plnest inapta.(^ni inpiUsin Usmisit priinniu »snn sitzi Inssit,INIUrisus K^saüt Ussit srusntin Uuiu Isrvsssit.,1» Uomus, aiNiskns, Hau Ilnllsr uotnt ists.

Nstrorum sists .loüan no8 Onuoknokor ists.-)

Withof bemerkt dazu; Wenn das Gebände nicht besser geratenwäre, als diese sonderlich am Ende wegen ihrer Häßlichkeit fast unverständliche Narrenfratzen, dergleichen doch damals in aller Weltgebräuchlich waren, möchte es nm das erste schlecht stehen und gestanden haben. Vielleicht soll die sechste Zeile heißein IN-iUrisus8psa>it «lesit, onus ita dum ksrvsscüt, Aber das barbarische Gewäsch ist der Untersuchung unwürdig."

9 Der Platz, auf dem die Kirche jetzt steht, war vorher mit als KirchhvfhemitzN Beim Bau des Ableitnngskanals wurde vor dem Hanptcingang au derSüdseite der Kirche mitten iu der Straße ein mit Bruchsteinen hergestelltesGrad mit wobl erhaltenem Knochengerüst aufgedeckt, von Osten nach Westen ge-richtet, Kopf im Westen. Es lag 1,20 Meter tief, noch einige Zoll über deingewachsenen Bodein zu beiden Seiten lag noch je eine Leiche, andere den Gratbinanf nach Osten/ soweit die Kirche reicht; eine in der Straße nach der Burgbin. Hieraus ergicbt sich, daß die Häuser am Grat zu beiden Seiten, wenigstensi» der Nähe der Kirche, auf dem alten Kirchhofe stehen. 9 .4 Dusseldorf; ebensodas älteste Album des Gymnasiums und Withof.