Z 27, Die Salvntor-Kopellc.
^ 27. Die Salvator-Kapelle und Kirche und dasDeutsch - (Drdeushaus.
Die christliche Gemeinde und die erste Salvatorkirchc ist veruuttlich unter den fränkischen Fürsten schon im 8. Jahrhundert ge-gründet Warden, wie wir unten eingehender darlegen werden. DasPatrvnat hatte anfänglich die Adtei Prüm in der Eiset, wie sich anseinem Hebcregister vom Jahre 896 ergiebtZ) dort wird auch erwähnt,daß es m Duisburg eine Kirche gäbe. In der Geschichte der Auffindnng des heiligen Manrinns, die um das Jahr 1999 geschriebenist,-) wird erzählt, daß einige Jahre vorher in Duisburg eine Pestgeherrscht habe, die unter andern den dortigen Presbyter ergriffenhabe. Diese hiernach vorauszusehende alte Kirche soll übcrcinstimmend mit der später oft erwähnten Kapelle ans dem Salvator-kirchhvfe sein. Die gehörte demnach zu den wenigen Gebäuden,welche von alters her außer der Pfalz und Kurie auf der altennönigsbnrg sich befanden. Bei der Begründung des Gymnasiumsin der Resormationszeit (1559) wurde sie für die Schule hergerichtet,dann lange Zeit als Lagerplatz für allerlei städtisches Baumaterialbenutzt, 1641 wiederum der Schule übergeben und zwar als Aulaund Jestsanl, 1659 der Universität zu demselben Zwecke eingeräumt,sodann 1726 der lutherischen Gemeinde für ihre Gottesdienste über-lassen, zugleich aber auch als tiiantrnin nnatniuianrn eingerichtet.'')Die lutherische Gemeinde bezog 1787 ein eigenes Gebäude, die jetzigeJohanniskireyc; die Universität ging ein, und das Gebäude verfiel.Ungefähr an seiner Stelle wurde 1827 das Gymnasium errichtet undam 9. Juni 1828 eingeweiht.
Db dieses Gebäude oder die Bvrgänger desselben wirklich dieStelle der ältesten Kirche Duisburgs eingenommen haben, müssen wirdahin gestellt sein lassen; es ist aber seit Jahrhunderten stehendeTradition. Und daß solche Bolksüberlicserung Beachtung verdient,haben wir oben beim dnisscrschen Kloster gesehen. Rektor Gensansfsagt in dem ältesten Album des Gymnasiums zum Jahre 1649, dasalte Heiligtum ans dem großen Kirchhof sei nach der geschichtlichenUeberlicfcrung das erste christliche Gotteshans in dieser Stadt,gnenl priinnui Uaa in nrlnz tennpUun knmrnz Ui-jtnriaö notnnt);da er sich ans die Geschichtsbücher oder geschichtliche Ueberlicfcrnngcnbcrnft, so mag der Ursprung der Rachricht wohl weiter zurückliegen.
y Beyer, Mittelchcin. llrknndcnt'nch I n. 135 S. kW. 'y l,om. II JuniiBelland fol. 232. 2) Wrampelmeyer, Gesch. der kleineren stitth.) Gemeinde.