H 25. Die alte KönigSbnrg.
Später befand sich außerhalb des Stopolthors auf erhöhtemBade» „eiu heilig Kreuz",') schou l-110 mvähntS) Im Jahn-17.78wird der „Berg buteu Stapelportcu repariert".^) Mit 7>Wl) Steiucuivird eine neue Mauer darum gelegt; Bäukc befinden sich auf derErhöhung, sie werden mit harten Steinen (22 Fuß Hausteinen) gedeckt, eiserne Klammern van 12. Pfund Gewicht werden zur Befestigungderselben mit 11 Pfund gegossenem Blei dahineingelassen. Bon einerBcnntznng dieses Berges und seiner Baute ist nichts überliefert.Am 17. August 17.71 zogen die Bürger in guter Rüstung demHerzog Wilhelm von Cleve in die Ruhran entgegen. Nach der Be-grüßung kehrte der Zug mit dem Herzog und seinem Gefolge minan, heiligen Kreuz überreichten die Bürgermeister nebst sechs Rnts-pcrsvnen dem Herzog die Schlüssel der Stadt, der nun seinen Einritt hielt. Der Zusammenhang mit dem von Grimm erwähnte»porrm. ist nicht zu verkennen.
Nun machen wir Gebranch von der oben aufgestellten Bcrmntn ng, daß die Poctgassc und der Poctbach ursprünglich in Benbindnng standen, daß nämlich der Poetbach durch das Feld zur Stadtfloß, dann in einem tief ausgespülten Bette über den PoetH undKnüppelmartt in den am Sederich und Schwancnthor vorbeifließenden Rhein sich ergoß. So war die Burg ans drei Seiten vonNatur geschützt: Im Norden fiel das Ufer steil zur Rnhrnicdernngund zum Rheine hinab, im Westen floß der Rhein, im Süden derPoetbach: an der vierten Seite im Osten befand sich der Eingang;"dorr und überall, wo der natürliche Schuh nicht ausreichte, wird manihn durch Wall und Graben verstärkt haben.") Dem Eingang gegenüber, ans der entgegengesetzten Seite befand sich die königliche Pfalz;von da mochte eine Pforte hinab ans den nach dem Rheine sich
st 8t. .-t. N52 .V. fol. Nb. st Urkunde des Liebfranen-Archivs: Gairdcngelegen lnttcn Stapelpoirt, dair't Cruec sielt, st Stadtrechnung fol. 8l>ss.st Bei der Anlage des Kanals in der oberen Poetgasse trat etwa einen Meterunter der jetzigen Straßensohle das mittelalterliche Straßenpflaster zn Tage: dieseslag wieder mindestens einen Meter über dem „gewachsenen" Boden. Ein alterWasserlauf war da nicht zn sehen; aber das ist nicht entscheidend, da der Kanalein zn schmales Veobachtungsfeld bot. Wenn aber das städtische Banamt beiseinen Ausgrabungen diese wissenschaftlichen Fragen beachten könnte, würden wirbald zu der wünschenswerten Klarheit kommen, st So wird es erklärlich, daßvom Stapelthor ans die älteste Straße nach Mülheim ging, st Wir weisen noch-mals ausdrücklich darauf hin, daß wir binsichtlich des alten ?anfs des Poetbachsnur eine Bermntnng aufgestellt haben, bemerken aber, daß die alte Burg, auchwenn jene Vermutung nicht begründet sein sollte, doch die angegebene Lage ge-habt haben muß.