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Geschichte der Stadt Duisburg bis zur endgültigen Vereinigung mit dem Hause Hohenzollern (1666) : mit einem alten Stadtplan
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H 15, Der Kölker Hof.

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Die Grenze scheint unverändert geblieben zu sein: Sic lief undläuft in der alten Richtung zum Kolter Hof, dessen steinerner Giebel,wie es in der ölten Grcnzbcschreibung von 1487 heißt, auf dreierf Herren Gericht steht, dein der Götterswickcr, der Mülheimcr und derDuisburger. Dem entsprechend lagen auch die zugehörigen Ländcrcicn,und bei einem Bcrkanf des Hofes mußte Auslassung vor allen dreienl Gerichten stattfinde». Im Jahre 1334 ist Everwin von Götterswickin dem Besitz desselben. Dieser aber hat ihn von Theodor vonHnvekcnschcide erworben, welcher um die Mitte des 14. JahrhundertsLehnsmann von Limburg-Stirin» war.') Der Göttcrswicker ver-kaufte ihn 1334 an Wessel von Landsberg; von diesem gelangt er andie Limbnrger; 1363 wird zuerst Diedrich III. oppcu Kolke beiSpeldorf genannt/) 1391 ebenso sein Söhnst') Aber bald darnachmuß dieser den Hof verkauft haben; denn er starb nach Kremcr vor1396, und 1441 verkauft Wilhelm Poddik und seine eheliche Haus-frau den Hos, wie ihn weiland Diedrich von Limburg ihm verkaufthat, an Acstas, den Abt des Prämoustratenser Klosters Hamborn;seitdem ist er beim Kloster bis zu dessen Aufhebung geblieben/)

§ 16. Die Grenze gegen Friemersheim und Mörsim Ivesten und worden.

Es ist möglich, daß vor Acndernng des Nheinlanfs ursprüng-lich zur Hundertschaft auch noch ein Teil des ehemals rechtsrheinischen»Gebiets der Grafschaft Mörs gehört hat. (Siehe oben S. 81). AberANnchrichten st„d darüber nicht erhalten. Wir wissen nur, daß dieUGrenzc im Südwesten von der Angermündnng an dem heutigen Nhciu-stlauf entsprochen hat. Duisburg hatte dort anfänglich zwei Nachbarn,die Herreu von Friemersheim und die Grafen von Mörs. Friemers-Hhcim wird schon früh erwähnt. 812 schenkte Kail der Große dieRheininscl oder Halbinsel Friemersheim dem Nachfolger des h. Lndgcr/zum Nutzen der Salvatorkirche in Werden, und der Abt von Werdenwar bis in die Neuzeit Lehnsherr des Landes. Eine Pfarrei undWKirche befindet sich dort, wie oben erwähnt, schon 1167.") Gerhard

') Kremer, Akademische Beitrage II 152. st Kremer, S. 95. st Kremer,s S. SU. st Urkunden von 1834 und 1441 von Herrn Kolkmann ans Kolker Hofnur freundlichst überlassen. Lae. I 369.

Averdunk, Geschichte der Stadt Tuisburg. 7