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Geschichte der Stadt Duisburg bis zur endgültigen Vereinigung mit dem Hause Hohenzollern (1666) : mit einem alten Stadtplan
Entstehung
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98 8 16. Die Grenze gegen Friemersheim und Mörs.

und Heinrich von Friemersheim werden 1259 erwähnt/) jedoch nichtals Herren von Friemersheim bezeichnet; aber 1.898 macht Wilhelmvon Friemersheim mit Zustimmung des Abts von Werden sein Schloßzum Osfcnhaus des Erzbischofs von Köln/') um 1879 war Wilhelmvon Friemersheim Laudmcistcr des deutschen Ordens in Livland/)Bavo von Friemersheim versetzte 1366 die Herrschaft au den RitterJohann von Mörs für 11899 Gulden; doch waren mit dieser Summeseine Schulden noch nicht gedeckt; sein Sohn Heinrich von Friemers-heim verlauft 1399 das Ländchcn an den Grafen Friedrich von Mörs.Seitdem blieb es mit Mörs vereinigt/)

Die Beziehungen zu Mörs waren namentlich im Rcformations-Zeitaltcr sehr eng; doch findet sich hier wenig, was für die Geschichte desLandes von Bedeutung sein könnte; wir verweisen daher auf die in derAnmerkung genannten Werke. Mehrmals erhob sich Streit über dieFischerei im Rhein. Der Hauptfang lag auf der Duisburger Seite amSchreckling (etwa vom Ausgang des Nheinkanals bis zur Nuhrmünduug;gegenwärtig haftet dci Name nur an der Gegend der Ruhrmündnugi.Die Stadt beanspruchte das Recht der Verpachtung und die Aufstellungvon Bedingungen, wie sie ihr gut schienen, namentlich, daß die gefangenenFische in Duisburg auf den Markt gebracht würden. Bei der jähr-lichen Erneuerung des Vertrages hat der Pächter dem Rate einGelage zn geben mit Stören, Salinen und anderen Fischen. Pächterwaren seit alter Zeit die Fischer von Wcrthausen. Im Jahre 1496einigte man sich zu Orsoy ans einer Zusammenkunft mit dem Grafenvon Mörs unter Vermittlung des Herzogs von Cleve für acht Jahredahin, daß die Fischer von Werthausen jährlich 29 Gulden rh. (etwa32 gul. eurrcnt) an Pacht geben sollten, daß das jährliche Gelagenicht über 4 Gulden kommen sollte. Nach Ablauf der acht Jahresolle jede Partei zur Sache stehen wie vordem.") Indessen nach derStadtrcchnnng dieser Jahre gaben die Fischer von Wcrthausen inWirklichkeit 26 Gulden rh. (ca. 42 gul. eurrcnt), 1519 78 Gulden,1535 15 Gulden, 1566 129 Gulden, 1586 6 Gulden.

lieber die Grenzen gicbt eine Aufzeichnung im StadtlagerbuchcS. 8 Auskunft. Sic stammt von derselben Hand, wie die über diebcrgischc Grenze, also von Paulus Burchmnuu, und ist aus denzwanziger Jahren des 16. Jahrhunderts:

') Lac. II 471. -) Lac. III 112. -) Koppmann, Hanserezessc III 615und öfter, H. Altgelt, Geschichte der Grafen und Herren von Mörs. Düssel-dorf 1845. Franz Stollwerck, Geschichte der Pfarre Hohenbudberg. Uerdingen. 1885.Hirschberg, Geschichte der Grafschaft Mörs. Spaarniann. Mörs. 1893. Stadl-lagerbuch S. 85.