g 14. Die Grafeil von Berg. 87
mich dem Duisburger Gcrichtsbczirk cutzogen ist (wodurch Wanheimund Augcrhauseu vom Duisburger Gebiet abgeschnitten sind). Aufdie Karte vou 1738 ist er uicht mehr aufgenommen, wurde also zujener Zeit nicht mehr als duisburgisch betrachtet.
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Die Grase» von Leeg. Greiizstreitigkeite» mit denselben.
Au der östlichen Seite waren, wie 10 gesagt, die Grafen vonBerg Nachbarn von Duisburg geworden, als sie im 12. Jahrhundertdie Grafschaft im Kcldah- und Ruhrgau erhielten. Ihren Stamm-sitz hatten sie damals schon zur Gründung eines Klosters, der spätemAbtei Alteubcrgc (vom Papste 1139 bestätigt)/) verschenkt und sich aufder Burg des neuen Berges, dem späteren Burg, einen neuen ge-schaffen. Zu den Rechten des Grafschaftsrichtcrs gewannen sie imLaufe der Zeit auch mancherlei andere. Oftmals saßen Mitgliederdes Hauses auf dem crzbischöflichcn Stuhl zu Köln, und namentlichauch durch deren Vermittlung haben sie ihren Besitz erweitert. Erz-bischof Philipp von Heinsberg (1168—1191) erwarb Angcrmund/)der dritte Nachfolger desselben, Engelbert der Heilige, ermordet 1225,der zugleich die Grafschaft Berg als Erbe in Anspruch nahm undverwaltete, erbaute wahrscheinlich das Schloß Augcrmund und ver-einigte es als kölnisches Lehen mit Berg/) Vielleicht durch den-selben Engelbert erwarben die Grafen auch im Duisburger Gebietedas sonst kirchliche Recht des Zehnten. Denn in dem letzten Viertel des13. Jahrhunderts sind die Grafen von Berg Zchntherrn in Duis-burg. 1283 erhob sich Streit zwischen Adolf V. von Berg unddem Pastor zu Duisburg über etliche Zehnten; 1294 dauerte er»och fort; da suchte Heinrich, Abt von Werden, ihn zu schlichten/)1291 überläßt derselbe Adolf V. den schmalen Zehnten des MonningcrHofes dem duisserschcn Kloster, den großen behält er für sich/) Um die-selbe Zeit werden die Grafen von Berg Forstmeister geworden sein, wieoben K 7 erwähnt ist. Sie suchten offenbar in Duisburg sich einzunisten,denn in ihrem Lande fehlte es an einem Hafcnplatz. Graf Heinrich vonBerg (1225—1247), der zugleich Herzog von Limburg war, war als
') Lac. I 331. 0 Lac. Archiv IV S. 357 und 379. -) Lac. Archiv IIIS.46. ^.Düsseldorf. Deutsch-Ordcns-Commeiidc Duisburg. 153. °>^.. Düssel-dorf, Urkunden des Duisserschcn Klosters n. 27.