t? 14. Die Grafen von Berg.
solcher bereits Vogt in Duisburg gewesen. Sein Enkel, Adolf V. vouBerg < l 27,9 l 29«! >, uiochte als Erbe seines GroßohcimS Walrain vonLimburg ich 1279) Anspruch auf Duisburg, wie wir unten näherdorlegeu werden. Aber er vermochte denselben nicht durchzuführenund suchte einen ondcrn Ausweg. Zwar schloß er gleich noch derWorringcr Sehlocht 1288 einen Vertrag über freien Verkehr mitDuisburg,' j ober wenige Toge dornoch erhob er Düsseldorf zur StadtZ)und dies sollte nun der Mittelpunkt des bcrgischcn Leindes werden.Die Beziehungen zu Duisburg lockerten sich, obwohl Adolf VI. dieStadt von 1312 bis 11)48 ols Hciratsgut seiner Gemahlin Agnesvon Cleve in Pfondschoft hotte. Der Zehnte wurde, es ist nicht bckonntwonn, on dos Kloster Altenbcrgc vergeben und von diesem 1402 onDicdrich von der Horst eins dem Best Nccklinghanscn verkauft. H
Do ober dos Grenzgebiet om EichclSkomp, >vic om Schluß desvorigen Porngrophen gezeigt ist, on verschiedenen Orten zuständigwor, so konnte die Zugehörigkeit, nomcntlich der nicht bewohntenTeile, leicht verdunkelt werden; doß es schon im Mittelolter der Fallwor, wird durch den Umstand bezeugt, doß der genannte StodtschreibcrBurchmonn einige Vorfälle ins Logcrbuch eintrug, die die DuisburgerGerichtsbarkeit bezeugen sollten lS. 87), zweiter Absah).
Fuhrleute, denen im bcrgischen Gebiete Sicherheit und Geleitzugesagt gewesen wäre, seien in jenem Bezirke beraubt worden; diebcrgischen Beamten aber hätten die Verfolgung der Sache abgelehnt,da sie innerhalb des dnisburgischcn Gcrichtsbczirks stattgefundenhätte, wenn auch in bcrgischcr Waldmark. Bestimmter »och ist diezweite Thotsachc. Als der Herzog Wilhelm von dem Berge demNütgcr von der Horst aus dem Best Rccklinghousen den Zehnten über-trogen habe, Hobe die Auflassung ans dem runden Berg in der Angcr-hanscr Heide auf Duisburger Gebiet stattgefunden und Hobe dortstattfinden müssen, weil der Zehnte eben auf Grundstücken DuisburgerGebiets lastete.
Ein anderer Streit erhob sich dadurch, daß seit der Gründungvon Angcrort im Jahre 1433Z von den Bcrgischcn die ganze
^ > Lac. II 845. Lac. II 846. Vergl. S. 84 u. 85 oben. Anna Margarethavon Neuspe, Witwe von der Horst, verkaufte 164(1 dein Geheimrat Qbrist und Gou-verneur von Düsseldorf Johann von Norprath und seiner Frau Agnes Johanna vonHennin die Weidkämpe und Zehnten in und außerhalb Duisburgs und in der Herrlich-keit Meiderich für 10,000 Rcichsthaler. 1647, Sept. 29 gestattet Kurfürst FriedrichWilhelm die Rodung des Euberg unbeschadet der Zehntgerechtsame des Johannvon Norprath. Urkunden im Archiv der Familie Spee in Heltorf, mir freund-lichst mitgeteilt von Herrn H. Ferber in Düsseldorf. S. Weimann, ^nti-gnitntes s.-Düsseldorf.