Stadt-Archiv im engeren Sinne. 15
Stadt); außerdem noch 33 Hansasachcn (dic letzte von 1571, meistAbschriften; die Originale bestehen fast nur aus Einladungen zuVersammlungen und Empfehlungen einzelner Personen), 70 NummernAkten und Littcralicn.
Unter den Original-Urkunden befinden sich 3 ans dem 12.,16 aus dein 13., 37 aus dem 14., 85 aus dein 15., 59 aus dem16. Jahrhundert; 47 aus späterer Zeit.
Darunter sind 28 Kaiscrurkundcn, dic älteste von Lothar(1129, betreffend Benutzung des Steinbruchs), die folgenden vonFriedrich I. (1155, betr. Zoll zu Utrecht), von Otto IV. (1213,mit der Bestimmung zu Gunsten der Stadt, daß zur kaiserlichenSchätzung alle Erbgüter beitragen sollen), zwei von Wilhelm vonHolland (1248, außer Bestätigung der früheren Privilegien Bestätigungder Kooptation der Schöffen), von Rudolf von Habsburg (1290 n.1291, Bestätigung und Erweiterung der Privilegien: Gleiche Zoll-frcihcit wie Aachen im ganzen Reich, Recht, Kören aufzustellen, Be-fehl an die geistlichen Personen, zu den Abgaben gleich den übrigenBürgern beizutragen), von Albrccht (1298, Bestätigung und Er-weiterung der Privilegien). Die folgenden bringen meist eine Be-stätigung der Privilegien in Wiederholung der Urkunde von Albrcchtoder in allgemeinen Ausdrücken; nur Karl IV. fügt 1362 Neueshinzu (betr. Niederlassung von Geldwechslern und Burgbantcn imStadtgebiete); endlich König Sigismund trifft mehrfach Duisburgberührende Anordnungen in dem Streit zwischen Adolf und Gerhardvon Cleve; auch erklärt er, daß dic Stadt nur mit ihrer Zustimmungan andere als Pfand übergehen soll.
Unter den andern Urkunden ist die älteste von dem MainzerErzbischof Arnold über den Zoll zu Mainz von 1155. Die übrigenbringen Bestätigung und Erweiterung der Privilegien oder Schenkungendurch die Herzöge von Limburg (1250, l273, 1278), von Geldern(1279 zweimal) und durch die Grafen und Herzöge von Cleve, Be-stimmungen über den Zoll zu Ncnß durch Erzbischof Sifrid vonKöln (1286), Zoll- und Handelsverträge mit den Fürsten von Berg,Cleve und Geldern; eine größere Anzahl bezieht sich auf den Streitzwischen Adolf und Gerhard von Cleve und dic Socstcr Fehde,wenige auf den burgundischen Krieg, einige auf Verhandlungen mitMörs wegen der Fischerei im Rhein und der Belchnung mit Güternim Cassclcrfcld; andere auf Verabredungen mit den clcvischcn Städtengegenüber den Herzögen von Cleve und Kurfürsten von Branden-burg. Viele Quittungen über empfangene Mannlchne seitens derNachbarn Broich, Styrum, Knippcnbnrg, Hngenpoct, Friemersheim,