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5 (1827)
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222
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222 Dr. M. Luthers Sermon von Bereitung z. Sterben rc.

Und ein Christenmensch soll ihm auch solches fürbilden undkeinen Zweifel drob haben; daraus er denn keck wird, zu sterben.Den», wer daran zweifelt, der glaubt, aber nicht recht, an das hoch-würdige Sacrament des Leichnams Christi, in welchem gezeiget, zu-gesaget, verpflichtet wird Gemeinschaft, Hülfe, Liebe, Trost undBeystand (aller Heiligen) in allen Nöthen. Denn so du glaubestan die Zeichen und Worte Gottes, so bat Gott ein Auge auf dich,wie er saget, Pf. 32, 8: lirm-ado sii^er te oonlos ineo» elc.Ich will meine Augen stets auf dich haben, daß du nicht unterge-hest. So aber Gott auf dich siehet, so sehen ihm nach alle Engel,alle Heiligen, alle Creaturenstund so du in dem Glauben bleibest,halten sie alle die Hände unter, und gehet deine Seele aus, so sindsie da, und empfahen sie: du magst nicht untergehen.

Das ist bezeuget im Elisao, 2. Kon. 6, 16. 17., der zu sei-nem Knechte sprach: Fürchte dich nicht, ihrer ist mehr mit uns,denn mit ihnen; so doch die Feinde sie umringet hatten, und nie-mand anders sahen. Aber Gott that dem Knecht die Augen aus,da war um sie ein grosser Haufe feuriger Pferde und Wagen. Alsoists auch gewißlich um einen jeglichen, der Gott glaubet. Da gehendenn die Sprüche her, Ps. 34, 8: Der Engel Gottes wird sicheinlassen ringsum, die da Gott fürchten, und wird sie erlösen. UndPs. 125, 1: Welche Gott vertrauen, die werden unbeweglich seyn,wie der Berg Sion, er wird ewiglich bleiben. Hohe Berge (dassind Engel) sind in seinem Umring, und Gott selbst umringet seinBolck, von nun an bis in Ewigkeit. Ps. 91, 11. ff..- Er hat sei-nen Engeln dich befohlen, auf den Handen sollen sie dich tragen,und dich bewahren, wohin du gehest, daß du nicht flössest deinenFuß an irgend einen Stein. Auf den Schlangen und Basilißkensollst du geben, und auf den Löwen und Drachen sollst du treten,das ist, alle Starcke und List des Teufels werden dir nichts thun.Denn er hat in mich vertrauet, ich will ihn erlösen, ich will beyihm seyn in allen seinen Anfechtungen; ich will ihm aushelfen, undzu Ehren setzen; ich will ihn voll machen mit Ewigkeit; ich willihm offenbaren meine ewige Gnade. Also spricht auch der ApostelEbr. 1, 14., daß die Engel, der unzahlig viel sind, allzumal dienst-bar sind, und ausgeschickt um derer willen, die da selig werden-Daher kömmts, daß der heilige Patriarch Jacob, 1. Mos. 49, 29,sagt, da er sterben sollte: Nehmt wahr, ich werde zu meinem Volckgesammlet- und ist gestorben und gesammlet zu seinem Volck. Alsoauch zu Mosen und Aron hat Gott gesprochen, 4. Mos. 20, 24.,5. Mos. 32, 50 - Du sollst gehen zu deinem Volck und deinen Va-