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5 (1827)
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216
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216 Dr. M. Luthers Sermon von Bereitung z. Sterben w.

Creutze: blli, iAi, iaaia gsai-lan!: O mein Gott, o mein Gott,warum hast du mich verlassen? Siehe, in dem Bilde ist über-wunden deine Hölle und deine ungewisse Versehung gewiß gema-chet. Denn so du dich damit allein bekümmerst, und glaubest,daß es für dich geschehen sey: so wirst du in demselben Glaubenbehalten gewißlich. Darum laß dirs nur nicht aus den Augennehmen, und siehe dich nur in Christo, und nicht in dir, so wirstdu dich ewiglich in ihm finden. Also, wenn du Christum undalle seine Heiligen anstehest, und dir wohlgefallet die Gnade Got-tes, der sie also erwählet hat, und bleibest nur vest in demselbenWohlgefallen, so bist du schon auch erwählet, wie er saget, f. Mos.12, 3: Alle, die dich gebencdeyen, sollen gebenedeyet seyn. Haf-test du aber nicht hierauf allein, und fallest in dich: so wird dir«ine Unlust erwachsen gegen Gott und seine Heiligen, und alsoin dir nichts Guts finden. Da hüte dich für, denn da wird derböse Geist dich hintreiben mit viel Listen.

Zum dreyzehnten: Diese drey Bilde oder Streit ist bedeutet,Richt. 7, 16, ff., da Gideon die Midianiter mit dreyhundertMann an drey Orten in der Nacht angreiffet, doch nicht mehrthat, denn ließ die Trommeten blasen, und Lichtscherben zusam-men schlagen, daß die Feinde flohen und sich selbst erwürgeten.Also fleucht Tod, Sünde und Hölle mit allen ihren Kräften, sowir nur Christi leuchtende Bild in uns üben, (in der Nacht, dasist, im Glauben, der die bösen Bilde nicht siehet, noch sehen mag)dazu mit GotteZ Wort, als mit Trommeten, dazu reizen undstarcken.

Also führet dieselbe Figur Esaias am 9, 4, gar lieblich einwider dieselben drey Bilde, und spricht von Cbristv: Die Last sei-ner Bürden, die Ruthe seines Rücken, das Scepter seines Trei-bers hast du überwunden, gleichwie zu Zeiten der Midianiter, dieGideon überwand. Als spräche er: Deines Volcks Sünde, (dasist ein schwer Joch seiner Last in seinem Gewissen,) und denTod, (der da ist eine Ruthe oder Strafe, der da drücket seinenRücken,) und die Holle, (die ein Scepter und Gewalt ist desTreibers, damit gefordert wird ewiges Bezahlen für die Sünde,)hast du alle zubrochen und überwunden, wie es denn geschehenist zur Zeit Midian, das ist, durch den Glauben, dadurch Gideonohne alle Schwerdtschläge die Feinde verjaget. Wenn hat er dasgathan? Am Creutze; denn daselbst hat er uns sich selbst bereitetein dreyfaltig Bild, unserm Glauben vorzuhalten, wider diedrey Bilde, da der böse Geist und unsere Natur uns mit anfech-