Druckschrift 
5 (1827)
Entstehung
Seite
101
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Lieder,

Psalm 124,

Wär Gott nicht mit uns diese Zeit,So soll Israel sagen,

War Gott nicht mit uns diese Zeit,Wir hätten müssen verzagen,

Die so ein armes Häuflein sind,

Veracht't von so viel Menschenkind,Die an uns setzen alle.

Auf uns so zornig ist ihr Sinn.Wo Gott hätt das zugeben.

Verschlungen hätten sie uns hinMit gantzem Leib und Leben;

Wir wär'n, als die ein Fluth ersäuft,Und über die groß Wasser läuftUnd mit Gewalt verschwemmet.

Gott Lob und Danck, der nicht zugab,Daß ihr Schlund uns möcht fangen!Wie ein Vogel des Stricks kommt ab,Ist unser Seel entgangen.

Strick ist entzwey, und wir sind frey;Des Herren Name steht uns bey,Des Gottes Himmels und Erden. Amen.

5.

Erhalt uns Herr bey deinem Wort,Und steur des Pabsts und Türcken Mord,Die Jesum Christum, deinen Sohn,Wollen stürtzen von deinem Thron.

Beweis dein Macht, Herr Jesu Ehrist,Der du Herr aller Herren bist!