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4 (1827)
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Der hundert und zehnte Psalm.

Wertigkeit leiden, als Christus selber spricht, Joh. 16, 33.- Inder Welt werdet ihr Gedrang haben, aber in mir allein denFrieden. Denn also ist es beschlossen von Gott, und wird nichtanders seyn.- Deine Herrschaft soll seyn im Mittel deiner Feinde.Gerings um dich sollen Feinde seyn, du allein mit denen Deinenin ihrem Mittel. Also stechen uns die Dornen, das sind böseWorte und Wercke der Menschen, böse Eingebung des Teufels,das eigene Fleisch und das Gewissen gethaner Sünde. Und werdas nicht leiden will, der will nicht seyn von der Herrschaft Chri-sti, sondern er will im Mittel der Freunde seyn, m denen Rosenund Lilien sitzen, nicht bey bösen, sondern bey frommen Leutenseyn. Darum hasset er und fleucht die Bösen, ja er fleucht, ver-spricht, und redet ihnen nach, suchet und lobet allein die From-men. Die Kinder Gottes, die fliehen nicht die Gesellschaft derBösen, ja sie suchen sie, daß sie ihnen helfen mögen; sie wollennicht allein in Himmel, sondern mit ihnen bringen die Allersün-digsten, ob sie möchten. Die aber nichts leiden wollen, die sindKnechte und nicht Herren im Mittel ihrer Feinde. Denn sie wei-chen und unterliegen der Anfechtung. Das ist, daß sie die Starckedes Zepters nicht wissen, und ihr Hertz nicht richtig ist zu Gott,sondern krum und geneiget in zeitliche Gemach und Friede aus-wendig, und bestehen nicht mit Christo inwendig im Gemach undFriede in Gott.

V. 4. Deine Völcker werden seyn die Freywilligen in demTage deiner Kraft, in heiliger Zierde, aus der Mutterder Morgenröthe soll dir geboren werden der Thau dei-ner Kindschast. Deine Völcker sollen seyn die Freywil-ligen.

Das sind die ltzdigen, gelassenen Menschen, die eines ledigenWillens sind, und nicht hafften an irgend einem Dinge, dennblas lauter an dem Willen Gottes, das ist, daß sie weder Gutesbegehren, noch Böses fürchten, gleich achten Sterben und Leben,Haben und Dürfen, Ehre und Schwachheit, allein daran gesat-tiget und begnügt sind, daß es Gottes Wille also sey.

In dem Tage deiner Kraft.

Das ist, in der Zeit der Gnaden, in welcher deine Kraftausgegeben wird und der menschlichen Schwachheit geholfen.Denn zwo Zeiten stimmet die Schrift; Eine der Krancken; diewar und ist in allen denen, die unter dem Gesetz leben. Denndieweil die Menschen die Gebote Gottes nicht freywillig und ausLiebe, sondern aus knechtlicher Furcht und kindischer Liebe hiel-