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4 (1827)
Entstehung
Seite
259
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Der ein und fünfzigste Psalm. 259

men solche Lehre mit aller Freude an. Die andern aber, so ihreSünden nicht erkennen, noch fühlen, wiewohl derselben das meisteTheil die Lehre verachtet, auch etliche verfolgen, gehet es dochohne Frucht nicht ab; denn taglich finden sich etliche herzu, derenHertzen Gott eines Theils heute, eines Theils morgen rühret.Weil nun ohne diese Lehre der Mensch zum Erkenntniß derWahrheit nicht kann kommen, dringet der Heilige Geist so hartedrauf, daß man diese Lehre allenthalben fleissig treiben und aus-breiten soll.

V. 17. Die Opffer, die Gott gefallen, sind ein geangster Geist;ein geangstes und zerschlagen Hertz wirst du, Gott, nichtverachten.

Dieser Vers wäre wohl werth, daß man ihn mit güldenenBuchstaben schriebe. Denn hier stehet man, was Gott für Opffergefallen, welche er allen Opffern des Gesetzes und der gantzenWelt vorziehet. So tröstet nun der Prophet kner alle betrübteHertzen damit, daß er spricht, daß Gott kein angenehmer Opffergegeben könne werden, denn wenn wir erschreckt und zuschlagensind, und doch in solcher Furcht und Angst glauben, daß wir ei-nen gnadigen Gott durch Christum haben w. Darnach erinnertuns auch dieser Vers, daß wir wissen sollen, daß Gott zu allenandern Opffern, Gottesdiensten und Wercken nicht Lust, sondernallein an denen ein Gefallen habe, die ihn fürchten, und auf seineBarmhertzigkeit hoffen, und glauben, daß Gott auch uns denngnadig sey, wenn wir im größten Elend stecken, und meynen, wirseyn allerdings von ihm verlassen; wie wir an Davids Exempelsehen. Da Nathan zu ihm sagte, 2. Sam. 12, 7.: Du bist derMann, der solches gethan hat! da erschrack David, und schicktesich, dem Herrn biß Opffer zu thun, davon hier stehet, eben indem, da er sprach mit geangstetem Geiste und zuschlagenem Her-tzen: Ich habe gesündiget wider den Herrn. Da er aber von Na-than wiederum gehöret, V. 13.: So hat auch der Herr deineSünde weggenommen, du wirst nicht sterben! da war das Opfferbereits vollbracht. Denn David ergreift, mitten im Schreckenund Fühlen des Zorns Gottes und Todes, die Hoffnung derBarmhertzigkeit und des Lebens. Und gewißlich, aus dieser Erfah-rung ist dieser Vers hergeflossen, darinnen wir gelehret werden,daß Gott das das angenehmste Opffer sey, wenn der Sünderam höchsten Gottes Zorn und des Todes Stachel fühlet, doch sichauf seine grundlose Barmhertzigkeit verlaßt, die er uns in Christoverheissen und geleistet hat, und also im Zorn der Gnade, und

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