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4 (1827)
Entstehung
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257
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Der ein und fünfzigste Psalm.

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gantzen Welt zu bekennen, und sich durch keine Gefahr von sol-chem Bekenntniß schrecken lasse. Denn daß er hier um einenfreudigen Geist bittet, ist nichts anders, denn daß er durch Gottein bestandig, unerschrocken Hertz begehret/ welches sich weder vorder Welt, vor dem Teufel, noch vor dem Tode fürchte. Einensolchen freudigen Geist, Muth und Sinn sehen wir in St. Pau-lo, da er also spricht, Rom. 8, 35: Wer will uns scheiden vonder Liebe Gottes? Trübsal, oder Angst, oder Verfolgung? zc. Al-so düncket mich auch, daß David hier um dieselbe Gabe bittet,und hertzlich begehret, daß er Gott, seinen Herrn, freudig undvor jedermann bekennen und alle Gefahr der gantzen Welt ver-achten möge. So zeiget nun der Prophet diese Gaben in diesendreyen Versen an, welche denen, so durch den Glauben gerechtsind worden, von Gott gegeben werden. Die erste ist eine gewisseZuversicht auf Gottes Gnade und Barmhertzigkeit, die andere istnun, die Heiligung, durch welche der alte Mensch mit allen sei-nen Lüsten und Begierden getödtet wird, und entstehet ein neuerMensch, der in einem neuen Gehorsam und heiligen Leben wan-delt. Die dritte aber ist, ein frey Bekenntniß, daß man ohne al-len Unterscheid, Scheu und Furcht alles, nichts ausgeschlossen, soder reinen Lehre nicht weichen will, verwerfe und verdamme, auchKayfer, Konige, Fürsten, Herren, Pabst, Bischöffe, Cardinale:e.samt der gantzen Welt, wenn sie diese selige Lehre lästern, verfol-gen und verdammen. Nun wird der Prophet weiter von dem re-den, so aus diesem freudigen Geiste kommt, und zu folgen pfleget.

V. 13. Denn ich will die Uebertreter deine Wege lehren, daßsich die Sünder zu dir bekehren.

Hier sähet der Prophet nun erst an, von seinen guten Wer-cken zu reden, nachdem er durch den Glauben zuvor gerecht unddurch den Heiligen Geist wiederum aufs neue geboren ist. Dennes muß der Baum vor der Frucht gut seyn, wie Christus (Matth.12, 33.) spricht: Setzet entweder einen guten Baum, so wird dieFrucht gut; als wollte er sagen: Man bekümmert sich vergebensum die Frucht, wenn zuvor der Baum nicht gut ist. Darum hatDavid bisher seiner Wercke geschwiegen, und allein um den Schatzgebeten, welchen Gott in ihm durch sein Wort und Geist wirckensolle. Nachdem er aber solchen Schatz erlanget, kommt er nunauch auf seine Wercke, welche denn folgen sollen, wenn wir zu-vor durch den Glauben gerecht worden und aufs neue geborensind. In ein solch neues, heilig Leben zu treten, berusset Christusden Jünger, zu dem er spricht, Matth. 8, 22: Laß die Tobten

IV. 17