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4 (1827)
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256
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Der ein und fünfzigste Psalm.

ist, daß wir an den Herrn Christum glauben, Gott dem Herrngefalle und angenehm sey. Daß einer aber ein solch Hertz über-komme, stehet nicht in unfrer Gewalt, sondern Gott der Herrmuß es schassen. Derohalbcn er auch hier spricht: Schasse in mir,Gott, ein rein Hertz.

V. 11. Verwirf mich nicht von deinem Angesicht, und nimmdeinen Heiligen Geist nicht von mir.

Gleich wie er zuvor um einen neuen, gewissen Geist gebe-ten hat, das ist, um einen starcken, gewissen und vollkommenenGlauben, wie es St. Paulus nennet, und um ein vollkommenErkenntniß der Barmhertzigkeit Gottes: also bittet er hier, daßder Heilige Geist nicht von ihm genommen, noch er verworfenwerde. Welches ick dahin deute, daß es auf die Heiligung desFleisches und Leibes, oder auf derselben Tödtunq und auf denneuen Gehorsam, der in denen, so durch den Glauben gerechtsind, gewißlich folgen soll. Darum bitter David, daß er nicht sei-nen Gedancken folge und ihm allein gelassen, sondern durch denHeiligen Geist rein und heilig erhalten werde, beyde, im Hertzenund in allen seinen Wercken. Denn hier kann einer leichtlich fal-len, wie das Gleichniß (Matth. 18, 26. ff.) von dem Knechte,welcher, da er sich vor seinem Herrn demüthigte, vor ihm nieder-siel und bar, daß er Geduld nur ihm haben sollte, erlangte erdurch Barmhertzigkeit des Hausvaters, daß er los und die Schuldihm alle erlassen ward. Da aber derselbige Knecht hinaus gieng,und ihm seiner Mitknechte einer, so ihr' gar wenig schuldig war,begegnete, da wird er ein greulicher Tyrann und Würrich an sei-nem Mitknechte, deß er sich nicht erbarmen wollte :c.

V. 12. Tröste mich wieder mit deiner Hülfe, und der freu-dige Geist enthalte mich.

Das ist nun die dritte Gabe des Heiligen Geistes, darumer bittet, daß sie ihm soll gegeben werden. Und David halt hiereine schöne Ordnung; als wollte er sagen: Ich bin nun aus lau-ter Gnade und Barmhertzigkeit Gottes fromm und gerecht; dennich weiß und bin deß gewiß, daß mir die Sünden vergeben sind.Darnach bin ich auch geheiliget; denn ich wandele in einem neuenLeben, im Gehorsam und Heiligkeit der Gebote des Herrn, unddiese Gabe des Heiligen Geistes wachset und nimmt zu taglichin mir. Nun mangelt mir es noch an der dritten Gabe des Hei-ligen Geistes, nemlich, daß mein Hertz und Muth freudig undgetrost werde, solchen gnadigen Gott, der mich fromm und ge-recht, auch rein und heilig gemacht hat, unerschrocken vor de?