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4 (1827)
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Zlus dem neunzehnten Psalm.

gehalten und angenommen wird, sondern auch aotlve, denn esmacht treue Leute; also, daß diejenigen, die den Glauben haben,nicht schläfriger sind in Ausübung des Guten, sowol wenn der-jenige, von dem das Zeugniß ist, abwesend, als wenn er gegen-wartig wäre. Hingegen, wo der Geist des Glaubens nicht ist, dawird es nicht vor treu gehalten und angenommen; es machtauch keine Glaubige, sondern Ungläubige macht es. Denn sie le-ben so, als ob derjenige, der es geboten, nicht wäre, oder nichtszu bedeuten hätte, oder ob er es nicht fordern, noch vergeltenwürde. Solchergestalt wird es bey ihnen ein eitles und falschesZeugniß, weil sie selbst eitle und falsche Leute sind.

Zum vierten: Das die Unmündigen weise macht. Die Un-mündigen sind hier diejenigen, die einfältig und leichte zu beredenseyn. Wie es Sprüchw. 1, 22. heißt: Wie lange wollt ihr Al-bern alber seyn; und Cap. 14, 1.5.: Ein Unschuldiger oder Al-berner glaubet allem Worte. Und eben dieses reimet sich wolzum Zeugniß. Denn es höret niemand das Zeugniß des Herrn,als der leichte zu bereden und sich in allen Dingen wie die klei-nen Kinder regieren und lencken läßt, sintemal es ihnen ange-kündiget wird durch geringe und verachtete Zeugen, von einemsolchen, der weit entfernet ist von allen Sinnen. Sie werdenaber weise durch Zeugnisse, das ist, sie bekommen eine Erkenntnißvon solchen Dingen, die über allen Verstand und von uns ent-fernet sind, das ist, sie kommen zur Erkenntniß Gottes. Indemsie diesen erkennen, so entziehen sie sich von allen Dingen, die dagesehen und gefasset werden, und suchen nur dem zu gefallen,den sie nicht sehen. Aus solche Art wird das Gesetz, indem eshimmlische Dinge lehret, durch den Glauben ein Zeugniß des DHerrn-, es ist weise, und machet weise Leute. ist

V. 9. Die Gerechtigkeiten des Herrn sind richtig und erfreuen ügedie Hertzen. Der Befehl des Herrn ist lichte und er-leuchtet die Augen.

Zum fünften preiset er hiermit an, daß die Gerechtigkeitendes Herrn waren richtig worden durch das Evangelium der Gnade.Das Gesetz des Herrn wird Gerechtmachung genennet von seinerWirckung, weil es gerecht macht, und die Menschen darinnenübet, wie sie sollen gerecht gemacht werden, oder, daß wir der'Ebraischen Deutung näher kommen, weil es die Menschen indie Ordnung bringet, sie einrichtet, anweiset, lencket und regieretin denenjenigeu Dingen, die sie thun sollen. Mit welchem sehrschön übereinkommt das Lob der Richtigkeit und Freude, so der