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4 (1827)
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225
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Der vierzehnte Psalm.

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men in Schafskleidern, inwendig aber sind sie reissende Wölfe.Matth. 7, 15.

Da ist nicht der Gutes thue, da ist nicht bis auf einen.Womit der Prophet ihre Unterlassungssünden strafet, als welchenicht allein Böses thun und ungläubig sind, sondern auch nie-mals Gutes thun, und niemals fromm sind: daß er also durchdie Bejahung des Bösen, und Verneinung des Guten schlechter-dings und gantz und gar zusammenfasse, daß alle Menschenkin-der Sünder seyn. Denn, daß er auch hier hinzusetzt: Da ist nichtbis auf einen, das macht eine Rede, die etwas allgemein vernei-net; gleichwie die Worte in den Heyden erstern eine Rede ma-chen, die etwas allgemein bejahet. Und das ist abermals um derHeuchler willen gesagt, damit sie sich nicht einbilden, sie thunetwas Gutes vor andern, die offenbar böse seyn. Keiner, keiner,spricht er, unter ihnen thut Gutes, das ist, keiner unter ihnenhat den Glauben und gute Wercke, sondern solche, die entwederoffenbarlich böse seyn, oder doch nur den Schein des Guten haben.

V. 9. Den Rath des Armen habt ihr zu schänden gemacht,weil der Herr seine Hoffnung ist.

Im Hebräischen stehet ein solches Wort, welches eigentlichso lautet: Ihr habt gemacht, daß er geschändet worden. Das ist,ihr habt euch dahin bemühet, daß sein Rath möchte beschämetund mit Schmach, sowohl von euch, als von allen Menschen be-leget werden, gleich wie Christus, die selbststandige Wahrheit, un-ter die Mörder, und seine Lehre unter die boshaftigsten gerechnetwurde, welches geschieht durch die Entscheidungen, Verdammun-gen und Befehle derer Menschen. Wie der Apostel Paulus vonden Jüden (1. Thess. 2, 16.) schreibet, daß sie denen Apostelngewehret hatten, denen Heyden zu sagen, daß sie selig würden.

Eben dieses thut auch zu unsern Zeiten das Inquisttions-gerichte mit seinen Anhängern, welche die Wahrheit auf die gott-loseste Weise unterdrücken. Und der Heilige Geist hat hier einnachdrückliches Wort gebraucht, wenn er gesagt: Ihr habt zuschänden gemacht, und nicht: Ihr habt ausgelöschet. Zwar löschenauch wohl diese Gottlosen das Wort aus, entweder bey sich selbstin ihrer Seele, weil sie demselben nicht gläuben; oder wenn sienur eine Zeitlang gläuben, indem sie unter denen Sorgen diesesLebens hingehen und es ersticken, wie Christus, (Luc. 8, 14 ) indem Gleichnisse saget. Und diese machen den Rath des Gerechtennicht zu schänden, weil sie glauben, er sey wahr, heilig und gut,oder weil sie si'chs einbilden. Hingegen aber die blutdürstigen und

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