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Der vierzehnte Psalm.
den, es ist nicht, der Gutes thue, auch nicht bis aufeinen.
Er sagt hier dreyerley: Sie sind alle abgewichen, sie sindunnütze worden, sie thun nicht Gutes. Das Abweichen gehöretzur Gottlosigkeit oder Unglauben, welcher die Quelle oder dasHaupt alles Bösen ist, gleichwie hingegen die Gottesfurcht oderder Glaube der Anfang des Guten ist, durch welchen wir zuGott nahen. Denn wie der Apostel spricht, Ebr. 1t, 6.- Wer zuGott kommen will, der muß glauben; und was er hier denen, dieda abweichen, oder denen, die zurück und hinweggehen, beylegt, (dennhier ist eben das Wort, so im 6. Psalm 9. stehet, da es heißt:Weichet von mir,) das hat er oben (V. 1) den Unweisen beyge-leget, die da in ihren Hertzen sagen: Es ist kein Gott. Denn,von Gott abweichen, und in seinem Hertzen sagen, es ist keinGott, ist einerley, ziemlich, nicht glauben. So stehet Ebr. 3,12: Sehet zu, lieben Brüder, daß nicht Jemand unter euch einarges, ungläubiges Hertz habe, das da abtrete von dem lebendi-gen Gott.
Er spricht aber: Sie sind alle abgewichen-, damit er auchdiejenigen mit darunter begreiffet, welche sonderlich scheinen, sichzu Gott zu nahen. Gleichwie auch der Apostel Paulus, 2 Tim.3, 2, 5, diejenigen, die da den Schein haben eines gottseligenWesens, aber seine Kraft verleugnen, mit den Hoffartigen, La-sterern und übrigen in eine Classe setzet, die da in den letztenTagen und greulichen Zeiten, nach seiner Prophezeiung, sermwürden.
Sie sind zugleich unnütze worden, hat eben die Mevnung,wie er schon oben (V. 1) gesagt hat.- Sie haben ihr Wesen ver-derbet und zum Greuel gemacht; welches nunmehr auf die Sittenund Wercke der Abtrünnigen oder Abweichenden gehet. Dennwas sollte wohl ein Gottloser und Ungläubiger anders thun kön-nen, als was unnütze, abscheulich, verdorben und faul in GottesAugen ist, obgleich dieses alles in den Augen der Menschen nütz-lich und gut zu seyn scheinet? Also spricht Jesaias, Cap. 59, 6.-Ihre Spinnewebe taugt nicht zu Kleidern, und ihr Gewircke taugtnicht zur Decke; denn ihre Wercke sind unnütze Wercke, und inihren Händen ist Frevel. Und wiederum setzet er hinzu das Wort:zugleich, daß er bende Haufen der Gottlosen zusammenfasse, Ziem-lich sowohl derjenigen, die durch offenbare Sünden die Gottlosig-keit ihres Hertzens an den Tag legen, als auch derjenigen, diemit einem guten Schein ihre Gottlosigkeit bekleiden. Sie kom-