Der vierzehnte Psalm.
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Sünde, sich der väterlichen Zucht zu unterwerfen, wie wir ausMal. 3, 17, angezogen haben.- Ich will ihrer schonen, wie einMann seines Lohnes schonet, der ihm dienet. Und im 39. Psalm,V. 33, 34 heißt es: Ich will ihre Sünde mit der Ruthe heim-suchen, und ihre Missethat mit Schlagen; aber meine Gnadewill ich nicht von ihnen wenden und meine Wahrheit nicht lassenfehlen.
Was, zum dritten, die Sünden anbetrifft, die bey denenguten Wercken seyn, so gebe ich zu, daß kein gutes Werck anund vor sich selbst sey, womit wir Gott gefallen können, wie dieKirche bittet und spricht: Herr, richte mich nicht nach meinerThat, ich habe nichts gethan, das vor deinen Augen bestehenkönnte! und wiederum: Wir mögen dir nicht mit unfern Tba-ten gefallen w.
Wir müssen aber wieder auf unfern Psalm kommen. Esist nunmehr klar genug, daß denen Ungläubigen nichts rein sey,sondern weil sie Fleisch sind, und der Geist des Herrn in ihnennicht regieret: so ist auch alle ihr Thun und Vornehmen faul,und gantzlich also beschaffen, wie das Fleisch ist, nemlich haßlich,verderbt und ein Greuel: als welches dasselbe nicht nur im Tode,sondern auch im Leben, durch seine mannigfaltige Verderbungzur Gnüge zeiget. Im Ebraischen bedeuten beyde Wörter.- siehaben verderbet, und sind ein Greuel, ein Thun; also: Sie habenihr Thun verderbet und zum Greuel gemacht; sintemal hier ebendas Wort, so 1. Mos. 6, 12, stehet: Alles Fleisch hat seinenWeg verderbet, das ist, es hat gemacht, daß sein Weg verderbetist. Damit nu« unsre papistischen Neutralisten (die da yorgeben,es gäbe Wercke, die weder gute noch böse Wercke waren,) nichtleugnen können, daß aller Weg der Thoren verderbet und einGreuel sey, so setzet der Prophet hinzu: Es ist nicht einer derGutes thue; damit er lehret, daß an denen Menschen gar nichtsgutes, sondern alles böse sey.
V. 2. Der Herr hat vom Himmel herabgesehen auf dererMenschen Kinder, damit er sähe, ob ein Verstandigersey, oder, der nach Gott frage.
Dieser Vers ahmet Most nach. Denn Moses spricht, 1.Buch, C. 6, 3: Gott aber sähe, daß der Menschen Bosheit großwar auf Erden; und wiederum V. 12: Und als Gott sähe, daßdie Erde verderbet war. Denn er will durch die Nachahmungder Worte auch die Nachahmung der Sitten ausdrücken, daß,gleich wie diese jenen vor der Sündfluth in ihren Sitten gleich
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