Jesaia 3.5.
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darauf die lieblichsten Früchte wachsen, Gott zu einem süssen Ge-ruch. Also redet er hier von dem geistlichen Reichthum, von wel-chem Paulus zu den Ephesern am 1, 3, 8, und anderweit handelt.B. 2. Sie wird blühen und fröhlich stehen in aller Lust undFreude. Denn die Herrlichkeit des Libanon ist ihr ge-geben, der Schmuck Carmel und Saron.
Alle Gaben, welche die Synagoge gehabt hat, sind der Kirchemitgetheilt, welche von den Uebrigen der Jüden und aus denHeyden ist gesammlet worden. Denn die Herrlichkeit des Liba-non sind das Königreich und das Priesterthum, und was sonstder Synagoge von Gott ist gegeben worden, alles dieses ist aufuns gekommen. Und wiewol die Jüden unter den Heyden diesesnicht sehen, doch wissen und erfahren wir es, die wir diese Ga-ben haben, nemlich das Wort, die Weisheit, Erkenntniß, Fröm-migkeit und in Summa den Heiligen Geist, mit allen seinenGaben und die gantze geöffnete und geossenbarte Schrift.
Sie sehen die Herrlichkeit des Herrn, den Schmuckunsers Gottes.
Das ist die Herrlichkeit der Kirche, den Herrn sehen, gleich-wie an einem andern Orte stehet: Wer sich rühmen will, derrühme sich, daß er mich wisse und kenne, Jer. 9, 24. 1. Cor.1, 31. Daher handeln Paulus und Petrus den Text von derErkenntniß Christi sehr herrlich ab, und vermahnen, daß wir inderselben wachsen sollen :c.
V. 3. Starcket die müden Hände.
Hier setzet der Prophet einen Trost hinzu; folglich könnendie vorhergehenden Worte nicht von einer leiblichen Herrlichkeitverstanden werden, sondern von derjenigen Herrlichkeit, welcheunter dem Creutz und Thorheit verborgen ist. Denn wir müssenThoren, Schwache und ein Greuel seyn vor der Welt, wie 1. Cor.4, 13., 1. Cor. 15, 30. und zu den Hebräern am 11, 35, 36,geschrieben stehet. Denn ein jeder hat seine Plage. Der eine wirdgetödtet, der andere ins Elend gejagt, dein dritten seine Gütergenommen w. Also müssen wir heut zu Tage zum wenigstenNarren, Schwache und von der Welt geschmahet seyn, wie Chri-stus sagt: Ihr werdet von allen Leuten gehasset werden, Matth.49, 22. Das ist aber ein grosses Elend, solchergestalt den Tod,seine und anderer Sünden, den Haß des Satans und der Weltüber sich nehmen. Denn die Welt halt uns für ein Pestgeschwürund Carfunckel, und daß sie nicht gesund seyn könne, wo sie unsnicht verschlinge und aus dem Wege räume, auf was Art undIV. 4