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sie zu gründe gehen. Also sähe man nicht, daß die Hand Christierhöhet wäre, da er am Creutze hieng, auch damals nicht, dadie Christen hin und wieder getödtet worden. Nachdem aber,wider alles Vermuthen der Gottlosen, der gecreutzigte Christusund die getödteten Märtyrer von Tag zu Tag mehr und mehrgepriesen wurden, und die Kirche durch den Beytritt der Heydenzunahm, so sahen sie die erhöhet? Hand des Herrn. Aber siesahen dieselbe nicht zu ihrer Erbauung, sondern zu ihrer Be-sturtzung, gleichwie heut zu Tage einige Fürsten deßwegen son-derlich zornig sind und wüten, weil sie sehen, daß unsere Lehredurch alle ihre Anschlage und Kräfte nicht kann unterdrückt werden.Darzu wirst du sie mit Feuer, damit du deine Feindeverzehrest, verzehren.
Das ist, mit dergleichen Feuer, damit du deine Feinde zuverzehren pflegest. Er hat diese Figur von Mose entlehnet, wo-mit die äußerste Verwüstung angedeutet wird, da, wie den einerFeuersbrunst, nichts als Asche übrig bleibt. Das Wort wirdbleiben, und wir werden auch zugleich mit bleiben, wenn sie unsgleich tobten, gleichwie es mit Johann Huß ergangen ist, dessenName und Gedachtniß in der Gemeinde der Gerechten bleibet;hingegen seiner Widersacher Name ist zugleich mit ihnen unter-gegangen.
V. 12. Aber uns, Herr, wirst du Friede schaffen, denn alles,was wir ausrichten, das hast du uns gegeben.
Weil die Kirche alles, was sie hat, von Christo hat, undalles, was sie thut, durch die Wirckung Christi thut; und weildie Starcke, die Weisheit, die Gerechtigkeit w., so sie hat, Christiist, deßwegen wird sie in Ewigkeit sicher stehen bleiben. Im Ge-gentheil, weil der Widersacher ihre Gerechtigkeit, Macht, Wer-cke w. aus ihren eigenen Kräften herrühren, deßwegen werden sieuntergehen.
V. 13. Herr, unser Gott, es herrschen wohl andere Herrenüber uns, denn du; aber wir gedencken doch alleindein und deines Namens.
Hiermit beschreibet er die Gestalt der Kirche, wie sie haßlichausstehet, daß sie nemlich von der Welt zu boden gedrückt wird,nicht herrschet, nicht richtet, sondern über sich muß herrschen undstch richten lassen. Nach dem Spruch 1. Mos. 25, 23: DerGrößere wird dem Kleinern dienen; ingleichen: In der Welthabt ihr Angst, Joh. 16, 35.
Aber wir gedencken doch allein dein und deines Namens.