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Jesaia 26.
Ob wir wohl nach dem ausserlichen Menschen geplaget wer-den, so bist du doch unser Herr und triumphirest in uns. Wirsind deswegen nicht ohne den Herrn, ob es gleich, dem ausserli-chen Ansehen nach, scheinet, als ob wir von dir verworfen waren.Wir richten uns aber wider dieses äußerliche Ansehen auf mitder Erinnerung deines Namens, indem wir dich loben, preisen,rühmen und dein Wort treiben. Denn dieses bedeutet, des Herrnund seines Namens gedencken.
V. 14. Die Tobten bleiben nicht leben, die Verstorbenen ste-hen nicht auf, denn du hast sie heimgesucht und vertil-get, und zu nichts gemacht alle ihr Gedachtniß.
Wir, die wir unterdrückt sind, gedencken an deinen Namen,und ob es wohl scheinet, als ob wir dem Tode übergeben waren,so trösten wir uns doch, weil wir wissen, daß die Feinde, so überuns herrschen, sterben werden und nicht leben bleiben, das ist, siewerden die Hoffnung des Lebens im Tode nicht haben, die wir haben.
Die Verstorbenen stehen nicht auf.
Hier nennet er diejenigen Todte, die noch leben. Es mußaber sowohl von dem gegenwartigen Tode der Gottlosen, als vondem zukünftigen Gerichte verstanden werden, weil die Gottlosen,auch da sie noch leben, todt sind, gleichwie die Christen, wenn sie/ auch schon todt sind, leben.
V. 15. Aber du, Herr, fahrest fort unter den Heyden, du fah-rest immer fort unter den Heyden, beweisest deine Herr-lichkeit und kommest ferne bis an der Welt Ende.
Weil die Juden nicht glauben wollen, hast du dich zu denHeyden gewandt, unter welchen du dein Wort und Reich ausge-breitet hast. Also werden die Feinde des Worts zu gründe geben;das Wort des Herrn aber bleibet ewiglich, Es. 4t), 8. Du fah-rest immer fort unter den Heyden, das ist, du vermehrest deineKirche durch die Bekehrung der Heyden, nachdem die ungläubigeSynagoge verworfen worden. Und also herrschet deine Herrlich-keit durch das Evangelium bis an aller Welt Ende. Der Ver-stand ist demnach dieser: Die Feinde des Evangelii gehen zugründe; das Wort aber des Herrn bleibet in Ewigkeit, Es. 40, 8.
V. 16. Herr, wenn Trübsal da ist, so sucht man dich; wenndu sie züchtigest, so ruffen sie angstiglich.
Er fahret noch immer fort, die Frommen und Gottlosen ge-gen einander zu halten. Das Evangelium wird bis an die aus-sersten Grenzen der Erden ausgebreitet, ob sich gleich alle Fürstenund Könige darwider setzen; alleine, die Ausbreitung desselben ge-