Druckschrift 
4 (1827)
Entstehung
Seite
38
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,w! Jesaia 26. ^

ist, ist grösser, denn der in der Welt ist, 1. Joh. 4, 4. Soviel List bort ist, so viel Stärcke ist hier. Derowegen hoffet und

werdet nicht müde ?c.

V, 5. Und er beuget die, so in der Höhe wohnen, die hoheStadt niedrigst er, ja er flösset sie zu der Erde, daß sieim Staube liegt.

Dieses gehet wider die stoltze Einbildung, gleichwie das vor-hergehende wider die Verzweiflung. Denn dieses wird einanderstelS, bis zum Ende des Eapitels, entgegengesetzt, daß die Gott-loftn werden umkommen, die Frommen aber erhalten werden.Dieses aber soll die Furcht Gottes in unsern Hertzen vermehren,daß wir uns nicht auf irgend eine Gabe Gottes etwas einbilden.Denn weil die Stadt Jerusalem, die sehr bevestiget und auf das'Dort Gottes gegründet und erbauet war, also vertilget wordeni daß nicht einmal gewisse Spuren mehr von derselben vor-h mden sind, wo sie gestanden hat, so zeigt uns Gott an selbi-aw, wie er nicht die geringste stoltze Einbildung vertragen könne.Di? hohe Stadt nennt er Jerusalem.

D. 6. Daß sie mit Füssen zertreten wird, ja mit Füssen derArmen, mit Fersen der Geringern.

Das ist eine Beschreibung einer Stadt, die in ihrer Ver-wüstung liegt, als wollte er sagen- Deine Mauren und Wallewerden der Erb? gleich gemachet werden, daß man mit Füssendrüber hingehen kann.

V. 7. Aber der Gerechten Weg ist schlecht, den Steig der Ge-rechten machest du richtig.

Das sind Verheissungen von der Erhaltung der wahrenLehre. Das ist, den Frommen gehet es wohl, sie haben ein gutGewissen, sie bleiben in der Einfaltigkeit des Glaubens und des' ssonS, gleichwie auch Paulus sagt zu den Gal. am 6, 16- WieViel nach dieser Regel einhergehen, über die sey Friede.

V. 6. Denn wir warten auf dich, Herr, im Wege deines Rech-ten, des Hertzens Lust stehet zu deinem Namen unddeinem Gedachtniß.

Im Wege deines Rechten.

Weil wir die Worte reichlich gebrauchen, deßwegen bleibenwir in der wahren Lehre und in der Hoffnung. Denn er zeigetb'w die Art und Weise an, wie sie in der wahren Lehre bleibenA men, nemlich, wenn sie mit dem Worte fleißig umgehen.Gleichwie es in den Sprüchwörtern Salomonis 29, 18. heißt: