Druckschrift 
4 (1827)
Entstehung
Seite
27
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Jesaia lt.

haben nicht mit Fleisch und Blut zu kampffen, sondern mit Für-sten und Gewaltigen, nemlich mit den Herren der Welt, die inder Finsterniß dieser Welt herrschen, mit den bösen Geistern un-ter dem Himmel. Um deßwillen so ergreiffet den Harnisch Got-tes, aus daß ihr, wenn das böse Stündlein kömmt, Widerstandthun, und alles wohl ausrichten, und das Feld behalten möget.So stehet nun, umgürtet eure Lenden mit Wahrheit, und ange-zogen mit dem Krebs der Gerechtigkeit, und an Beinen gestiefelt,,als fertig, zu treiben das Evangelium des Friedens, damit ihnbereitet seyd. Vor allen Dingen aber ergreiffet den Schild der!Glaubens, mit welchem ihr auslöschen könnet alle feurige Pfeiledes Bösewichts, und nehmet den Helm des Heils und dm5Schwerdt des Geistes, welches ist das Wort Gottes. Und betetstets in allem Anliegen, mit Bitten und Flehen im Geist, undwachet darzu mit allem Anhalten und Flehen für alle Heiligen.Daß wir nun glauben, daß wir beten, daß wir lehren, das sindunsere Waffen, mit welchen wir alle Versuchungen, sie seyn geist-lich oder leiblich, überwinden. Denn der Glaube, mit welchemwir an der Gerechtigkeit Christi hangen, ist allmachtig und über-windet alle Gefahr. Denn das Reich Christi bestehet und wirderhalten durch diese zwey Stücke, durch den Glauben und dasWort, oder durch Predigen und Glauben. Nun folgen die Früchredes Worts.

V. 6. Die Wölfe werden bey den Lammern wohnen, und diePardel bey den Böcken liegen.

Er erzahlet auch die Früchte des Worts. Es sind aber Alle-gorien, mit welchen er anzeiget, daß die Tyrannen, die Werck-heiligen und die Machtigen in der Welt, werden bekehret und indie Kirche auf und angenommen werden. Wer thut aber diesegrosse Wunder? Wer macht diese wunderbaren Veränderungen?Das Wort, und zwar das mündliche Wort, welches von demMunde eines sündigen Menschen ausgehet.

Ein kleiner Knabe wird Kalber und junge Löwen undMastvieh mit einander treiben, v. 7 8. Kühe und Ba-ren werden an der Weyde gehen, daß ihre Jungen beyeinander liegen, und Löwen werden Stroh essen, wie dieOchsen. Und ein Säugling wird seine Lust haben amLoche derer Ottern, und ein Entwöhnter wird seine Handstecken in die Höle des Basilisken.

Dieses bedeutet die Kühnheit der Kinder. Wie wohl aberdieses auch dem Buchstaben nach erfüllet ist, wie wir in den Ge-