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4 (1827)
Entstehung
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25
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Jesaia Ii. 25

aber sollen wir gedenken, daß, gleichwie einer dem andern diesePflicht schuldig ist, daß er in der Trübsal tröste, also ist der, soin Versuchung ist, hinwiederum auch dieses schuldig, daß er denTrost als das allergewisseste Wort Gottes (wie es denn auch ist)anhöre. Denn weil der Satan mit seinen Gedanken die Hertzen,gleich als mit einer Sündfluth, zu überschwemmen bemühet ist:deswegen muß man das Wort anhören, welches gantz andere Ge-dornten erwecket, die von denen Gedancken des Satans unter-schieden sind.

Der Geist der Wissenschaft und derFurcht des Herrn.

Der Geist der Wissenschaft gehöret zum gemeinen Gebrauchdes Umgangs mit den Brüdern, daß sich ein jeder nach dererje-nigen Sitten richte, mit welchen er umgehet, und also alle Aer-gernifse vermeide. Er verbindet aber die Wissenschaft mit derFurcht, (der Lateinische Uebersetzer hat es gegeben: den Geist derGottseligkeit; aber es muß übersetzet werden: der Furcht,) weildos Wissen an und vor sich aufblast, 1. Cor. 8, 1. Und diesesist die Beschreibung des Reichs Christi, auf was Art und Weiseder Zweig dieses Reichs fortgepflantzet werde. Der Geist derWeisheit und des Verstandes gehöret zu Beybehaltung des Wortsdes Glaubens, der Geist des Raths und der Stärcke zum Creutz;der Geist der Wissenschaft und der Furcht zum Gebrauch des Um-gangs mit denen Brüdern.

V. 3. Und ihn wird der Geist der Furcht des Herrn erfüllen.Er wird nicht richten, nach dem seine Augen sehen, nochstrafen, nach dem seine Ohren hören.

Christus wird beym Richten nicht dem Scheine, oder denenWercken nachgehen, sondern wie im Psalm stehet: Er hat Wohl-gefallen an denen, die ihn fürchten. Ps. 147, 11- Es ist aberdieses sehr nöthig zu wissen. Denn es ist nichts gefahrlichersund das da leichter, auch die heiligen Menschen, betrügt, als derschein der Wercke und die Heucheley. Diese kann die Welt nichtuberwinden; allein der Geist, von welchem er hier redet, kann esthun. Daher ist es geschehen, daß zu allen Zeiten so viel Leh-ren von Wercken, von Secten, von Religionen, Orden und Le-bensarten entstanden, durch welche die Welt dergestalt eingenom-men worden, daß sie sich gantz und gar in die Larve der Werckeverkappt hat. Derowegen sollen wir aus dieser Stelle lernen,daß die Gerechtigkeit nicht auf unsere Wercke ankomme, sondern,