24 Jesaia 11.
der Weisheit und des Verstandes, der Meist des Rathsund der Starcke, der Geist des Erkenntnisses und derFurcht des Herrn.
Nunmehro beschreibet er die Kräfte, die Waffen, und alledie königliche Zurüstung, mit welcher das Reich angerichtet wird.Dieses Reich wird nicht aufgerichtet werden durch Waffen undPferde:c. Denn es ist nur ein Zweig. Derohalben wird es eingelindes Reich seyn, das da wird machtig seyn an Gütigkeit undFrüchten, nicht an Waffen und Macht.
Der Geist des Herrn.
Das sind die Waffen. Es wird ein geistliches Reich seyn, erwird es allein durch den Heiligen Geist verwalten und alles wir-cken. Er setzet aber hinzu, wer der Geist und wie er beschaffenseyn werde. Es ist der Geist der Weisheit, welcher die Erkennt-niß Gottes und der gantzen Gottseligkeit lehret; denn das ist un-sere Weisheit. Der Verstand aber ist das Gerichte, welches ausdieser Weisheit entspringet, daß wir mercken können, was mitder Gottseligkeit streitet, und daß wir urtheilen können von fal-schen Lehren, von den Nachstellungen des Satans:c.
Der Geist des Raths.
Das gehöret nunmehro zum Creutz und zur Zeit der Trüb-sal, daß er guten Rath gebe, tröste, die Bekümmerten aufrichte.
Der Geist der Starcke.
Welcher Sieg gibt und seine Rathschlage ausführet, daß derTrost veste im Herzen hangen bleibt. Also, wenn ich einen Bru-der sehe, der in Ketten und Banden geworfen, mit Schmach be-leget, seiner Güter um Christi willen beraubt ist, so tröste ihnmit dem Worte, daß er das Creutz geduldig trage und spreche:Der Knecht ist nicht größer, als sein Herr. Haben sie den Haus-vater Beelzebub geheissen, wie vielmehr werden sie seine Haus-genossen also heissen? Matth. 10, 4. Jngleichen: Selig sinddie da Leyde tragen, denn sie sollen getröstet werden, Matth, o.6. Welche der Herr lieb hat, die züchtiget er, Ebr. 12, 6. Wenner nun diese Worte mit dem Hertzen annimmt, alsdann wircketder Heilige Geist machtiglich die Kraft, zu triumphiren. Hierben