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4 (1827)
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Iesaia 9.

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dieses auf eben die Wnse, wie Gideon die Midianiter überwun-den hat, nemlich, daß die Feinde sich selbst aufreiben. Es wirddie Posaune geblasen, das ist, die Stimme des Evangelti, unddie Krüge werden zerschmissen, das ist, das Leiden Christi. De-swegen bringen uns das Wort und der Geist im Wort, hier-nachst Christi Leiden, diesen fürtrefflichen Sieg zuwege, ohne ei-niges unser Bemühen. Denn weil das Gesetz, die Sünde undder Tod Christum, an den wir glauben, als einen schuldigen,feindlich angefallen haben, indem sie Christum tobten: so tobtensie sich selbst, und sind an dem Leibe Christi zerschlagen worden,daß sie denen, so an dieses Leiden Christi glauben, weiter nichtschaden können, welches Leidens Verdienst Christus durch dasWort allen Gläubigen umsonst schencket, daß sie durch dieses seinLeiden Vergebung der Sünden haben, ohn einiges ihr Verdienstw. Das ist der glorreiche Sieg, welchen der Prophet hier rüh-met, daß man stehet, der Tod sey durch sich selbst getödtet, ohneunser Werck.

V. 4. Denn aller Krieg mit Ungestüm und blutig Kleid wirdverbrennt und mit Feuer verzehret werden.

Es wird Friede und Liebe unter den Christen seyn.

V. 6. Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns ge-geben, dessen Fürstenthum ist auf seiner Schulter, under heißt wunderbar, Rath, Kraft, Held, ewig Vater,Friedefürst.

Auch dieses gehöret zur Beschreibung dieses Reichs, daß ersagt: ein Kind sey geboren, damit er das Reich des Friedes unddas geistliche Reich andeute, gleich als wollte er sagen: Uns, diewir im Finstern sevn, die wir unter der Sünde und unter denenleiblichen und geiststcben Tyrannen seyn, ist ein Kind geboren;nicht ein König, der mit Waffen umgehe, sondern ein Friedfer-tiger, der uns in sein Reich deS Friedes bringe.

Dessen Fürstenthum ist auf seiner Schulter. Dieses ist einewunderbare Redensart. Emige nehmen das Fürstenthum fürdas Creutz, durch welches er dC Welt überwunden hat. Aberdiese Meynung scheint etwa- zu weit hergeholt zu seyn. Anderenehmen das Fürstenthum Herrschaft, daß die Meynung sey,auf anderer ihre Schultern werde die Ruthe gelegt; auf diesesKindes Schultern aber sey an"a" der Ruthe das Fürstenthum,oder die Freiheit gelegt, daß 'S aste'chsam ein Gegensatz des vor-hergehenden sey. Und diese M w'u lg gefallt mir nicht uneben,denn sie beziehet sich a'C de , CUaubm. Ichdoch düncket mich, es

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