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Iesaia. 9.
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könne gantz einfältig erkläret werden, daß wir, die wir seinFürstenthum seyn, auf seiner Schulter getragen werden, gantzumgekehrt, als es in den Reichen der Welt zu geschehen pflegt.Denn in der Welt tragen die Unterthanen und dulden ihre Kö-nige, als von welchen sowohl die Güter, als Leiber der Unter-thanen dienstbar gemacht werden. Mit dem Reiche Christi aberhat es eine gantz andere Bewandtniß. Denn Christus wird nichtvon seinem Färstenthum und von seinen Unterthanen getragen,sondern er selbst tragt sein Fürstenthum, das ist, er ist unserKnecht, daß wir Freye und Könige seyn. Also trägt er uns nochheutiges Tages. Gleichwie er aber selbst uns trägt, also will erhinwiederum, daß seine Steine einer den andern tragen, jedochdaß aller unser Tragen, damit wir andere, nach dem ExempelChristi, tragen, selbst von dem Ecksteine, Christo, getragen werde.Diese Meynung gefällt mir mehr, weil sie die Form des ReichsChristi in sich hält, wie es beschassen sey, sowohl in sich selbst, alsauch in den Gliedern.
Wunderbar.
Nunmehr füget er die Namen Christi bey, die sein Reichbeschreiben. Er heißt wunderbar. Denn sein Reich ist über alleErfahrung, weil es nicht empfunden, sondern gegläubet wird.Denn was kann mehr wunderbar geheissen werden, als daß wiruns auf eine fremde Gerechtigkeit stützen, und an unserer Gerech-tigkeit, oder an unsern Wercken verzweifeln?
Rath.
Durch sein Wort räth er uns in aller Gefahr.
Kraft.
Welcher mit seinem Worte unterstützet, die durch Ver-suchungen entkräftet worden. Er räth den Seinigen mit einemsolchen Wort, welches Nachdruck hat und kräftig ist. Diese zweyNamen aber sind also zu unterscheiden, daß El bedeute die selb-ständige Kraft, womit er andere erhalt, Gibbor aber, oder einHeld, bedeute die thätige oder wirkende Kraft, vermöge deren erden Feinden widerstehet, weil er sie in Flucht treibet und verderbet.
Held.
Der uns vertheidiget und mächtig ist wider die Widersacher.Ferner muß man merken, daß der erste Name zu den übrigen