Druckschrift 
4 (1827)
Entstehung
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14
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14 Jesaia 4.

den alten Menschen verdamme, reinige und tödte. Es beziehetsich aber der Geist des Gerichts auf den Unflath, wie ihn auchJohannes nennet, einen Geist, der da strafet, Joh. 16, 8. EinGeist des Feuers Heisset er, weil er nicht müde wird, sondernhefftig anhält und antreibet, daß wir von Tage zu Tage wachsenund starker werden sollen. Es beziehet sich aber der Geist desFeuers auf das Blut, das ist auf die Blutschulden. Denn un-ser Herz ist unrein, und wir alle sind Todtschläger vor Gott.

V. 5. 6. Und der Herr wird schaffen über alle Wohnung desBerges Zion, und wo sie versammlet ist, Wolcken undRauch des Tages, und Feuerglantz, der da brennet,des Nachts. Denn es wird ein Schirm seyn über alles,was herrlich ist. Und wird eine Hütte seyn zum Schat-ten des Tages für die Hitze, und eine Zuflucht und Ver-bergung vor dem Wetter und Regen.

Bisher hat er den Reichthum des Reiches Christi beschrie-ben, ingleichen die Austheilung der geistlichen Gaben, wie auchdie Kraft und Wirckung, zu reinigen. Weil aber der Satandiese Erkenntniß nicht vertragen kann, und unser König ein ver-borgener König ist, und uns keine Waffen gegeben sind, uns zurächen, sondern befohlen worden, zu dulden und zu ertragen,deßwegen berühret er nun auch das Creutz. Der Herr, sprichter, wird Zion, das ist seine Kirche, welche um dieses Zweigswillen in Gefahr ist, beschützen und vertheidigen. Christus wirddie wahrhafte Wolcke seyn, das ist, er wird die Seinen erquickenund trösten. Und er wird ein Feuer seyn, welches in den Ver-suchungen leuchten wird. In diesem wird der Gläubigen Stär-cke und Kraft bestehen. Der Prophet machet aber eine doppelteVersuchung, die eine von der Hitze, die andere von dem Regen;eine vom Feuer, die andere vom Wasser, und verheisset, Christuswerde unser Beschützer seyn, daß wir nicht verletzet werden. AlsoHeisset es auch bey dem Matthäo 7, 24. 25. von dem Hause,das auf einen Fels gebauet war, daß es wider die Gewalt derWinde und Fluthen derer Wasser werde stehen bleiben. Dem-nach lehret diese Stelle, daß die Kräfte der Christen allein inChristo und in keiner andern Sache beruhen, welches wir etwasweitläuftiger erklären wollen. Zur Zeit der Verfolgung wird dasGewissen natürlicher Weise mit der Furcht des göttlichen Zornsgeschlagen. Denn weil es die gegenwärtige Strafe empfindet, soschließt es alsbald aus dem Erfolg: Du wirst jetzo geplaget, folg-lich hasset dich Gott. So ist unsere Natur beschaffen, und in