Daß man die Kinder zur Schule halten solle.
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ganze Stadt Zoar, und um eines Namens willen das ganze LandSyria, und um eines Josephs willen das ganze Königreich Egyp-ten; warum wolltest du nicht auch den gantzen Adel ehren um vielerredlicher Edelleute willen, der du ohne Zweifel viel vor dir hast? Undwenn du dieselbiqen anstehest, mußt du denken, es sey kein bösermehr da. Wie käme der schöne Baum, der liebe Adel, dazu, daßnicht auch unzeitige Früchte davon fallen, und etliche nicht auchwurmstichig oder warzicht seyn sollten; der Baum ist darum nichtverdammt noch böse.
Also thun die Kinder Gottes. Denn Gott selbst verschonetdem ganzen menschlichen Geschlecht um eines Menschen willen, derJesus Christus heißt. Sollte er die Menschen ansehen allein, sowäre eitel Zorn da. Doch soll Predigtamt und weltliche Obrigkeitsolches nicht thun, daß sie kein Böses wollten achten noch ansehen:denn die sollen die Bösen strafen; jenes mit dem Worte, diese mitdem Schwerdt. Ich rede jetzt mit einzelnen Personen, als mitChristen, daß sie lernen sollen unterscheiden, was Gottes Werck sey,und was Menschen Bosheit sey. Es sind in allen göttlichen Aem-tern und Standen viel böser Menschen: aber der Stand ist undbleibet dennoch gut, wie hoch auch die Menschen deß mißbrauchen.Man findet viel böser Weiber, viel falscher Knechte, viel untreuerMägde, viel schädlicher Amtleute und Näthe; aber nichts desto we-niger ist Frauenstand, Knecht- und Magdestand, und alle Aemter,gleichwol Gottes Stifft, Werck und Ordnung. Die Sonne bleibtgut, obwol die gantze Welt derselbigen mißbrauchet, einer zu rau-ben, einer zu morden, einer biß, der andere das Uebe! auszurichten.Und wer könnte etwas Übels thun, wo ihm die Sonne nicht dazuleuchtete, die Erde trüge und ernähret?, die Luft erhielte, und Gottselbst ihn so behütete? Es heißt und bleibet: Omnis croawra sub-ioctu est vamtutH «est ncna volens, Röm. 8, 2t>. Es meynenwol etliche, das Schreiberamt sey ein leicht geringe Amt, aber imHarnisch reiten, Hitze, Frost, Staub, Durst und ander Ungemachleiden, das sey eine Arbeit; ja, das ist das alte gemeine, täglicheLiedlein, daß keiner stehet, wo den andern der Schuh drückt; jeder-mann fühlet allein sein Ungemach, und gaffet auf des andern gutEemach. Wahr ists, mir wäre es schwer, im Harnisch zu reiten:aber ich wollte auch gerne wiederum den Reuter sehen, der mirkonnte einen gantzen Tag stille sitzen, und in ein Buch seben, wenner schon nichts sorgen, dichten, dencken noch lesen sollte. Frageeinen Canzleyschreiber, Prediger und Redner, was Schreiben undLieben für eine Arbeit sey; frage einen Schulmeister« was Lehrenund Knaben ziehen für Arbeit sey. Leicht ist die Schreibfeder, das
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