Druckschrift 
3 (1827)
Entstehung
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232
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232 Daß man die Kinder zur Schule halten solle.

sie, wie die Spürlinge bisher auch getban, sammt dem ganzen Pabst-thum. Man soll alle Stande und Wercke Gottes aufs höchste le-ben, als man immer kann, und keines um des andern willen ver-achten; denn es stehet geschrieben: Ennsiessic» et ms^nlsicentla opv8es»«: Was Gott macht, das ist hübsch und fein, Pf. III, 3. Undabermal, Ps. !l>4, 24.: Gott gefallen seine Werke wohl. Und son-derlich sollen Prediger den Leuten, und Schulmeister den Knaben,und Eltern den Kindern solche Gedancken von Jugend auf einbil-den, daß sie wohl lernen, welche Stande und Aemter Gottes heissen,oder von Gott geordnet sind. Wenn sie es denn nun wissen, daßsie ja keinen verachten, spotten, noch übel davon reden, sondern alle-samt ehren und herrlich davon halten. Das gefallet Gott wohl, unddienet zum Frieden und Einigkeit: denn Gott ist ein grosser Herr,hat mancherley Hausgesinde.

Wiederum, findet man auch etliche Scharrhannsen, die sich lassendünken, der Name, Schreiber, sey kaum Werth, daß sie ihn nennenoder hören sollen; wohlan, da kehre dich nicht an, denke also: Dieguten Gesellen müssen auch etwa eine Kurzweil und Lust haben.So laß doch diese Lust seyn; du bleibest dennoch wohl ein Schreibervor Gott und der Welt; wenn sie lange scharren, so stehest du den-noch, daß sie die Feder aufs allerhöchste dagegen ebren, setzen sie obenauf Hut und Helm, als sollten sie mit der Tbat bekennen, daß dieFeder sey das oberste in der Welt, ohne welbe sie auch nicht ge-rast zum Streit, noch in Friede daher gehen könnten, vielwenigerso sicher scharren: denn sie müssen auch des Friedens brauchen, dendes Kaysers, Prediger und Lehrer (die Juristen) lehren und erhalten.Darum so stehest du, daß sie unser Handwerckszeug, die liebe Feder,zu öberst setzen, (und billig), da sie ihr Handwerckszeug, das Schwerdt.um die Lenden gurren: da hangets auch fein und wohl zu ihremWerck; auf dem Kops stünde es nicht wohl, da muß die Feder schwe-ben. Haben sie gesündigt an dir, wohlan, so bässen sie hiermit, undsollst ihnen vergeben.

Doch weil ich so eben darauf komme, daß die Schreiberey sofeind selig ist bey vielen Hannsen, denn sie wissen oder achtens nicht,daß ein göttlich Amt und Werk ist, sehen auch nicht, wie noth undnütze es der Welt sey, und wenn sie es (da Gott für sey) sehenwürden, so wäre es mit allen Sachen zu lange geharret; so sollst dualso thun: Laß sie fahren, und siehe dich um nach feinen frommenEdclleuten, als Graf Georg von Werdheim seliger, Herr Hanns vonSchwarzenburg, Herr Georg von Kronsberg, und dergleichen seligen(ich will der Lebendigen schweigen); an denselbigen labe und tröstedich, und dencke: Gott ehrete um eines Mannes Loth willen die