Druckschrift 
3 (1827)
Entstehung
Seite
231
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Daß man die Kinder zur Schule halten solle.

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oder Geschäfte ausrichten; ein Stadtschreiber muß des Raths und' tt U» Stadt Werck thun, und das alles mit Gott und mit Ehren, dazuGott Segen, Glück und Heil gibt.

Und was ist ein Kayser, König, Fürst selbst, wenn sie nichtkriegen, sondern mit dem Recht regieren, denn eitel Schreiber oderJuristen, so man nach dem Werck davon redet? Denn sie gehen jamit dem Recht um, welches ist ein juristisch und schreiberisch Werck.Und wer regieret Land und Leute, wenn Friede und nicht Krieg ist?Thuns die Reisigen oder Feldhauptleute ? Ich meyne ja, es thutsdie Schreibfeder. Was macht nun indeß der Geitzwanst mit seinemMammon, der zu solchen Ehren nicht kömmt, und beschmutzt sichdicweil mit seinem rostsressigen Gelde?

Also rühmet der Kayser Justinianus selbst: Oportet Alaje-statem Imperatoriam non solnm ^rmis Uecoratain, «eck etiainlegibus armataln esse ete. Kayserliche Majestät (spricht er) mußnicht allein mit Harnisch oder Waffen gezieret, sondern auch mitRechten geharnischt oder gerüstet seyn. Da siehe, wie ebentheuerlichverkehret dieser Kayser seine Worte, daß er die Rechte nennet seinenHarnisch und die Waffen, und die Waffen nennet er seinen Schmuckund Zierde, will seine Schreiber auch zu Kürissern und Kriegern ma-chen. Und ist, wahrlich, fein geredt: denn die Rechte sind auch,wahrlich, der rechte Harnisch und Waffen, die Land und Leute, jadas Reich und weltliche Regiment erhalten und schirmen; wie dro-ben gnugsam erzehlt ist, daß Weisheit besser sey denn Macht. Und sindauch die frommen Juristen die rechten Kürisser, die den Kayser undFürsten bewahren. Welcher Sprüche viel auch aus den Poeten undHistorien anzuführen wären, aber es wird zu lang. Salomen rühmetselbst Pred. 9, ( 5., daß ein armer Mann habe eine Stadt durch seineWeisheil errettet, wider einen mächtigen König. Nicht, daß ichhiermit den Kriegern, Reisigen, und was zum Streit gehöret, wolleabgebrochen, verachtet oder verworfen haben; sie Helsen auch (wo siegehorsam sind) Friede und alles schützen mit der Faust; ein jeglicheshat seine Ehre vor Gott, sowol als seine Ordnung und Werck.

Ich muß aber mein Handwerk auch einmal preisen, weil mirdie Nachbarn so übel gerathen sind, und veracht will werden; gleich-^ wie auch St. Paulus sein Amt immerdar preiset, daß etliche mey-^ nen, er thue zu viel und sey hossärtig. Wer die Faust und Kriegs-(^ leute loben und ehren will, der findet genug, damit sie zu loben sind; soÄ dabe ichs auch in andern Büchlein (hoffe ich) redlich und weidlich gethan.Denn es gefallen mir die Juristen und Schreiberlinge auch nicht,die sich also loben, daß sie andere Stände verachten oder spotten, alsOvaren sie es alleine, und taugte sonst niemand in der Welt, denn

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