Druckschrift 
3 (1827)
Entstehung
Seite
188
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488 Von dem Beruf.

Ursache ist:

An den Lappen lernen die Hunde Leder fressen.

Also auch:

Wer im Geringsten flechsig ist, der ist auch im Grösten flechsig.Wer im Geringsten unfleissig ist, der ist auch im Grösten un-fleissig-

Wer den Pfennig nicht achtet, der wird keines Guldens Herr.Wer eine Stunde versäumet, der versäumet auch wol einengantzen Tag.

Wer das Geringste verschmähet, dem wird das Grosse nicht.Wer den Kropf verschmähet, dem wird das Huhn nicht. UndJesus Sirach 19, 1. saget:

Wer ein Geringes nicht zu rath hält, der verdirbet immer

fort.

Wer laß ist in seinem Thun, der ist ein Bruder deß, der sichverderbet, Sprüchw. 18, 9.

Wer was weiß, der schweig.

Wem wohl ist, der bleib.Wer was hat, der behalte.Unglück, das kömmt balde.

Es ist auf Erden kein besser List,

Denn wer seiner Zungen ein Meister ist.Viel wissen und wenig sagen,

Nicht antworten auf alle Fragen.

Rede wenig und machs wahr,

Was du borgest bezahle baar.

Laß einen jeden seyn, wer er ist,

So bleibst du auch wol, wer du bist.

Ich weiß ein Wort das hat ein L, Gold.

Wer das sieht der begehrt es schnell;

Wenn aber das L weg und ab ist, Gott.

Nichts bessers im Himmel und auf Erden ist.

Daß man die Bibel fleissig lesen soll, davon sagete D- MartinLuther einmal diesen Reim:

Wie einer lieset in der Bibel,

So stehet am Hause sein Gibel.