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Von den Türcken.
das Reich zancken würden. Denn also sind alle Reiche in der Weltgefallen: das Persicum, Chaldaicum, des Alexandri und der Romerist dadurch zu gründe gangen. Durch Gewalt ist keines nie unter-gangen, die Uneinigkeit und Spaltung hat ihnen den Schaden ge-than, und das wird es dem Deutschen Lande auch noch thun, daßdie Fürsten und Herren nicht eins sind.
Wer hoch steiget, der fallet gern. Gute Steiger fallen sichgern zu Tode; gute Schwimmer ersaussen gern; also wirds demTürcken auch noch gehen. Es ist gar fein gesagt: Wer nicht zuhoch steiget, der fallet nicht hart. Wenn nun die Zeit kommt, daßder Türcke fallen soll, wie er hoch genug gestiegen ist, so ists un-fern? Herrn Gott nur um einen Augenblick zu thun, so lieget seinKayserthum in der Asche.
Der Türcke ist?opulus irae Lei. Es ist eine greuliche Pla-ge, daß er die couiugia so zureisset. Das haben die Römer nichtgethan. Der Türcke halt in seinem Lande keine Ehe. So ist erauch ein Gotteslästerer, denn er saget: Gott schände den, der daglaubet, daß Christus Gott sey.
Deutschland.
Deutschland ist, wie ein schöner, weidlicher Hengst, der Futter undalles genug hat, was er bedarf. Es fehlet ihm aber an einemReuter. Gleichwie nun ein starck Pferd ohn einen Reuter, der esregieret, hin und wieder in der Irre lauft; also ist auch Deutsch-land machtig genug von Starcke und Leuten, es mangelt ihm aberan einem guten Haupt und Regenten.
Es ward gedacht der Veränderung mit Kleidern und andern?Geschmuck, so jahrlich vorgenommen wird und geschieht. Da sprachD. M- Luther: Die Veränderung der Kleider wird auch bringeneine Veränderung der Regiments und Sitten. Wir ringen leiderallzusehr darnach.