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Won guten Mercken.
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die Gutes thun, darum verdienen wir je etwas, mochte man sa»gen. Wolan, laß gleich seyn, Gott vergilt und belohnet den Per-sonen gute Wercke, aber doch unterschiedlich; gleichwie ein Sternvom andern unterschieden ist. Und solches allzumal geschiehet undist unter der Vergebung der Sünden; denn weil der Himmel, dasist, weil die Rechtfertigung unter der Gnade ist, wie vielmehr sinddie Sterne unter der Gnade? Denn gleichwie die Sterne den Him-mel nicht machen, noch zurichten, sondern zieren und schmücken ihnnur: also verdienen die Wercke den Himmel nicht, sondern schmü-cken den Glauben, der da gerecht machet. Wir sollen schlecht undeinfaltig glauben dem Wort, und weil wir nun gerecht sind worden,gute Wercke thun, die Gott befohlen hat, alsdenn sind wir Sterne.
Geduld ist die beste Tugend, so in der heiligen Schrift vomHeiligen Geist hoch gelobt und gerühmet wird. Wiewol sie diePhilosoph! und gelehrten Heyden auch hoch heben, doch können siederselbigen Gottes Willen und Hülfe nicht vorsetzen, denn sie davonnichts gewisses verstehen, noch wissen. kPictetus, der weise Grie-chische Heyde hat sehr wohl gesagt: Leide und meide; wie auch dieEbraer in ihrer Sprache mit guten Worten sagen.-Glaube nicht alles, was du hörest,
Sage nicht alles, was du weißt,
Thue nicht alles, was du magst.
Ich wollte, sprach D. Martin Luther, daß mich die Wider-sacher umbrachten und tödteten, denn mein Tod würde der Kirchenützlicher seyn, denn mein Leben. Also tödtcte Samson ihrer, derPhilister, viel mehr, da er starb, denn da er lebte, Nicht. 16, 30.Darum wollte ich gerne mit unserm Fürsten in Krieg ziehen widerden Türcken; bleibe ich todt, so sollte es um den Türcken auch ge-schehen seyn. ,
Man soll in allen Wercken sehen aus Gottes Wort; darum,welche Wercke geschehen aus und nach Gottes Befehl, die sind nichtunsers Willens, sondern wir sind nur Gottes Instrument undWerckzeug, durch die er wircket; sind nicht unser, sondern Gottes-Gleichwie das Wercke des Gesetzes heissen und genannt werden, dieda geschehen und gethan werden aus Geheiß und Gebote des Ge-setzes, nicht freywillig. Darum alle Wercke, die nicht gethan wer-den aus Gottes Befehl, sind Wercke unserer Hände und geschehen
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