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Vom Catechismo.
Obrigkeit gehöret nicht in das fünfte Gebot.
5) Zorn ist jedermann verboten, ohne der Obrigkeit.
Alle Ursachen des Todes sind verboten.
6) Ehestand geht vor allen, durch alle Stande.
Der Ehestand ist nöthig und geboten.
Ehestand wird wider Gottes Gebot verboten und verlobet-Ehestand ist ein seliger Stand und Gott wohlgefällig.
7) Stehlen Heisset, was man mit Unrecht nimmt.
Unrreu ist auch Dieberey.
Dieberey ist die gemeinste Nahrung in der Welt.
Die grossen Diebe sind ungestraft, als der Pabst mit den
Seinen.
Untreu und Geitz gedeyet nicht.
8) Asterreden ist, in Gottes Gericht greiften.
Urtheilen und übel nachreden, gehöret allein der Obrigkeit.Man soll niemand urtheilen und strafen im Rücken.
Man soll alles zum besten auslegen.
Kein gut Werck ist ausser den zehen Geboten Gottes.9.u. 10) Gott fürchten und vertrauen erfüllet alle Gebote.Das erste Gebot treibt die andern alle.
Der G l a u.b e.
Der Glaube lehret Gott erkennen, und lehret, was wir für ei-nen Gott haben.
Den Glauben müssen wir üben in allcrley Fallen.
Gott giebt sich uns sammt allen Creaturen.
Den Artickel von Jesu Christo soll man immer treiben.Der Heilige Geist bringet uns Christum heim, der muß ihnuns offenbaren.
Wo der Heilige Geist nicht prediget, da ist keine Kirche.Des Heiligen Geistes Werck gehet immerdar.
Das Vater Unser.
Beten Heisset, Gott in Nöthen anrüsten, welches durch GottesGebot köstlich gut gemachet wird; und die Noch macht Ernst undAndacht, welches ist unsere Waffen wider den Teufel.
Teufel, Welt und unser Fleisch, ist wider Gottes Willen.Der Teufel hindert und verderbet das tagliche Brod und alleGaben Gottes.
Gott sorget taglich für unfern Leib.
Niemand kann in der Welt ohne Sünde leben.