Druckschrift 
3 (1827)
Entstehung
Seite
63
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Vom Eatcchismo.

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verneuret, geheiliget, und eins neue Creatur, und allesammt zu ei-nem Volck Gottes versammlet, Vergebung der Sünde haben undewig selig werden.

Zum dritten ist die Oratio Dominica, das Vater Unser, eineOratio Orationnm, ein Gebet über alle Gebete, das allerhöchste Ge-bet, welches der allerhöchste Meister gelehret, und darinnen alle geist-liche und leibliche Noch begriffen hat, und der kräftigste Trost ist inallen Anfechtungen, Trübsalen und in der letzten Stunde.

Zum vierten sind die hochwürdigen Sacramente OercmoniaeOremoniarnm, die Höhesten Zeremonien, welche Gott selber gestiff-tet und eingesetzet hat, und uns darinn seiner Gnaden versichert.Derhalben sollen wir ja den Catechismum lieb und Werth haltenund der Jugend mit Fleiß einbilden, denn darinnen ist die rechte,alte, wahre, reine, göttliche Lehre der heiligen Christlichen Kirche zu-sammen gesaftet, und was dem entgegen ist, für Neuerung und fal-sche Lehre und Jrrsal halten, es habe auch so lang gewahret, und soeinen grossen Schein und Ansehen, als es immer wolle, es sey altoder neu; davor sollen wir uns hüten.

Kurze Sprache des Catechismi, wie ihn v. Martinus Lutherin seinem Hause gelehret hat.

Die zehen Gebote Gottes.

1) Wie der Glaube ist, so ist auch Gott. Gott bleibet nicht aus-sen, ob er gleich verziehet.

Verzweifelung machet Mönche und Pfaffen.

Gott sorget, wir aber sollen arbeiten.

Gott will das Hertz allein haben.

Abgötterey ist eigen Dunckel des Hertzens.

Gott giebt durch Creaturcn.

2) Gottes Wort stellet uns die Welt vor Augen, was sie vor einzartes Früchtlein ist.

Man soll freyen um Gottes Worts willen.

3) Gottes Wort ist unser Heiligthum und machet alle Dingeheilig.

Wercke des Gehorsams soll man groß achten.

4) Vater heissen alle, die da regieren.

Seelvater sind zweyfacher Ehre Werth.