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3 (1827)
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Von dem Herrn Christo.

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14, 19.: Ick lebe, so sollt ihr auch leben. Nun aber ist Christus,den wir predigen, Gott, darum ist die ganze Welt nichts gegen die-sem Christo.

Erschrecklich ists der Welt und allen Weltweisen ärgerlich undspöttisch, daß Christus spricht, Matth. 11, 25.: Ich preise dich, Va-ter und Herr Himmels und der Erden, daß du solches den Weisenund Verstandigen verborgen hast, und hast es den Unmündigen of-fenbaret zc. Uns Christen ists sehr tröstlich, welche der Herr mit ei-nem starcken, vesten Bande also verbunden hat, daß wir ein Leiblind, einerlei) Geist, Hoffnung, einen Herrn, Glauben, Taufe, einenGott und Vater haben, Eph. 4, 4. 5. 6.

So ist nun Christi Reich allein dahin gericht, daß er die Werckedes Teufels zerstöre, und die Sünder (nicht die Weltweisen, Gerech-ten ?c.), die ihr Elend und Jammer fühlen und seiner Gnade undHülfe von Hertzen begehren, gerecht und selig mache. Dafür sie ihnin diesem Leben loben, preisen und sein Wort predigen und vor derargen, gottlosen Welt bekennen und es ausbreiten, daß also seinReich, ein geistlich, ewig, nicht ein leiblich, vergänglich Reich ist.Daher wir auch mit dem Leibe auf Erden wohnen, mit den Hertzenaber im Himmel, und warten auf unsers Leibes Erlösung, und ha-ben ein Verlangen nach der seligen Hoffnung und herrlichen Erschei-nung unsers Heilands Jesu Christi, Phil. 5, 20.

Die Schwachen im Glauben gehören auch in Christi Reich,sonst würde der Herr zu Petro nicht gesagt habenStarcke deineBrüder, Luc. 22, 32.; item, Röm. 14, 1.: Den Schwachen imGlauben nehmet auf; und 1. Thefs. 5, 14.: Tröstet die Klcinmü-thigen und traget die Schwachen.

Wenn Schwache im Glauben Christum nicht angehöreten, wowollten die Apostel blieben seyn, die der Herr oft strafete um ihresUnglaubens willen, auch nach seiner Auferstehung? Marc. 16, 14.

Gleichwie Christus jetzt in der Welt unsichtbar ist und unbe-kannt, also sind wir Christen auch darin unsichtbar und unbekannt.Euer Leben, spricht St. Paulus Col. 3, 3., ist verborgen mit Christoin Gott. Darum kennet uns die Welt nicht, viel weniger stehet sieChristus in uns. Und 1. Joh. 3, 1. spricht der Apostel: Sehet,welch eine Liebe hat uns der Vater erzeiget, daß wir Gottes Kindersollen heissen; darum kennet euch die Welt nicht, denn sie kennet ihnnicht. Daher sind wir leichtlich von einander geschieden. Fraget sienichts nach uns, so fragen wir viel weniger nach ihr. Ja, durch