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Von dem Herrn Christo. 43
Heiligen Verdiensie, gute Wercke und Gerechtigkeit verworfen undverdammt, daß sie dadurch vor Gott nicht können bestehen. Auchsehen wir daraus, wie unsäglich groß Gottes Zorn über und widerdie Sünde ist, weil sie sonst durch kein ander Opffer hat können ver-söhnet, noch bezahlet werden, denn allein durch den Sohn und dastheure Blut des Sohnes Gottes.
Alle Ketzer haben sich wider den Artickel von Christo gelegt.Manichaus hat die Menschheit angefochten; denn er gab für, Chri-stus wäre ein Gespenst?. Gleich, sagt er, wie die Sonne durch eingemalet Glas gehet und scheinet, und die Strahlen das andere Theilberühren und durchgehen, doch nimmt die Sonne nichts vom Wesendes Glases - also hat Christus auch nichts genommen vom Wesenund Natur Maria.
Arius föchte die Gottheit an. Nestorius wollte, es waren zwoPersonen. Eutiches lehrte, es wäre nur eine Person, denn die gött-liche wäre verschlungen. Helvidius gab für, die Mutter wäre nichtJungfrau gewest. Als wäre Christus in der Erbsünde geboren.
Es ist alles um den Christum zu thun, und um den Artickel,den die Kinder vor dem Tisch sprechen: Und ich glaube an JesumChristum :c,, der flösset alle Teufel und Hölle zurück, und dafür er-schrecken und erzittern alle Teufel; noch muß er so schändlich ange-fochten werden.
Die Historie von der Auferstehung Christi lehret, daß die Ver-nunft von ihr selbst nicht kann gläuben, daß Christus auferstandensey von den Todten, denn allein vermittelst dem mündlichen Wort,welches, damit es daran nicht mangelte, der Engel vom Himmelbrachte und verkündigte. Er brachte es aber dem schwächern Ge-fässe und Werckzeuge, den Weiblein, und denen, die bekümmert undin Aengsten waren. Es waren ja Närrinnen, bepde, vor Gott undder Welt. Vor Gott, daß sie den Lebendigen bey den Todten such-ten. Vor der Welt, denn sie hatten vergessen des grossen Steins,der auf dem Grabe lag, richteten Specerey zu, damit sie Christumsalben wollten, welches alles umsonst war.
Geistlich aber wird damit angezeigt und bedeutet, wenn dergrosse Stein (nemlich das Gesetz und MenscheiCatzungen, so das Ge-wissen gebunden und verstricket halten,) vom Hertzen nicht gewältzetwird, so kann man Christum nicht finden, noch gläuben, daß er seyauferstanden, denn wir sind durch ihn erlöset von der Gewalt und