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Bon dem Herrn Christo.
Vertrauen setzen. Gott nehme mich diese Stunde oder morgen ausdiesem Leben, so will ich das hinter mir lassen, daß ich Issum Chri-stum erkennen und bekennen will für meinen Gott und Herrn- Sol-ches Hab ich nicht allein aus der Schrift, sondern auch durch viele,grosse und mancherley Erfahrung; denn der Name Jesus hat miroft geholfen, da mir sonst keine Creatur hat können helfen. AlsoHab ich beydes für mich, Wort und That, Schrift und Erfahrung;der liebe Gott hat mir es beydes reichlich gegeben. Es ist mir aberblutsauer worden, Hab manche schwere Anfechtung darüber ausge-standen. Das ist mir aber sehr gut und nützlich gewest.
Und sagte der Herr D., daß geistliche Anfechtung lehrte, wozuChristus nütze sey, und er hatte es manchmal versucht und erfahren,wie kräftig der Name Jesus Christus ihm geholfen hatte, darum ihnkeine Trübsal von Christo sollte abtreiben; dieselbige Erfahrung ma-chet? auch, daß er die heilige Schrift für die gewisse göttliche Wahr-heit hielte. Denn diese seine Erfahrung hatte ihm die Sprüche derSchrift gantz gewiß gemacht, da der Herr Christus saget: Die dumir gegeben hast, derer Hab ich keinen verloren, Joh. 17,12.; item,Joh. ti, 37.: Was zu mir kommt, das will ich nicht ausflössen.Aber das stehet mit dabey, daß sie auch nicht weglaussen.
Scheflimini, das ist, setze dich zu meiner Rechten. DerSchefli-mini hat viel und grosse Feinde, das müssen wir, sein armes Hauf-lein, so erfahren, daß wirs fühlen. Aber er wird vor ihnen allen,wie bisher, wol sitzen bleiben, und wir in ihm und durch ihn; dasweiß ich fürwahr. Und ob wir gleich viel darüber leiden müssen underwürget werden, schadet nicht, wir Wagens auf sein Wort, Joh. 14,19.: Ich lebe, und ihr sollt auch leben; item, Joh. 17,24.: Wo ichbin, da sollt ihr auch seyn.
Es ist nur ein Gott, spricht St. Paulus, 1. Tim. 2, 5., undein Mittler zwischen Gott und Menschen, nemlich der Mensch JesusChristus, der sich selbst gegeben hat für alle zur Erlösung. Darumgedencke nur niemand vor Gott zu treten und Gnade bey ihm zuerlangen, ohne diesen Mittler, Hohenpriester, oder Fürsprecher, Ebr.5, 1. 2.; 1. Joh. 2, 1. 2. Ist er nun unser Mittler vor Gott, sofolget gewiß, chaß wir Sünder und verloren sind, und durch unserehrbar Leben, gute Wercke, Tugend, Verdienst, Heiligkeit, auch durchdes Gesetzes Werck, Gottes Zorn nicht versöhnen, noch Gnade undBarmhertzigkeit, oder Vergebung der Sünden erlangen können.
Also wird durch diß einige Wörtlein, Mittler vor Gott, aller