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3 (1827)
Entstehung
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Von dem Herrn Christo.

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geringsten Blümlein betrachtet hatte Gottes Allmacht, Weisheit undGüte. Denn, wahrlich, die Anschauung und Betrachtung der gan-tzen Creatur Gottes, sonderlich aber für die Einfaltigen, des Feldge-wächses und des Schmucks des Erdbodens beweisets, daß unser HerrGott ein solcher Meister und Künstler sey, dem es keiner wird nach-thun. Solches wäre von Adam und seinen Nachkommen gerühmetund gepreiset worden, das nun des erbärmlichen, verderblichen Fallshalben nachbleibet, ja der Schöpffer wird noch gelästert und verun-ehret.

Darum ruffen die lieben Engel die Leute, so gefallen sind, wie-derum zum Glauben an Christum und zur Liebe, das ist, daß sieGott allein die Ehre geben, und in diesem Leben Friede haben, beydevor Gott und untereinander.

St. Paulus lehret, daß Christus darum geboren sep, aus daßer alles restituirete und wieder zurechte brächte in den Stand, inwelchem es geschassen war im Ansang der Welt, Ephes. 1,4. Coloss.1,22., das ist, daß er uns brächte zu unserm eigenen Erkenntnißund unsers Schöpffers, daß wir lerneten beyde, uns selbst erkennen,wer wir gewesen und jetzt sind, nemlich, daß wir aus Gottes Bilde,darnach der Mensch geschaffen war, zur Teuselslarve durch die Sündeworden, und gantz und gar verderbt sind, und wie wir der Sündensollten los und wiederum rein, gerecht, fromm und selig werden. Umdeswillen werden uns alle Creaturen vor die Augen gestellet, daß wirin denen sollen den Schöpffer erkennen und sehen. Wenn wir denersten Artickel des Glaubens ein wenig ergriffen, so würden wir unsin das andere alles desto besser schicken und richten, denn dazu istdieser Artickel eine Anleitung.

Kein Mensch, er sey Apostel oder Prophet, vielweniger ich, odermeines gleichen, kann Christum in diesem Leben auslernen, daß errecht wüßte und verstünde, wer und was er wäre. Phil. 3,13.14.Denn er ist wahrer, ewiger, allmächtiger Gott, und hat doch unseresterbliche Natur an sich genommen, den höchsten Gehorsam und De-muth erzeigt, bis in den Tod; daher er selbst spricht: Ich bin sanft-müthig und von Hertzen demüthig. Match 11, 29. Nun kann ichnicht genugsam ausreden, wie mir zu Sinn und Much ist, wennich recht fröhlich und traurig bin; wie sollte ich denn die hohen Af-fecten und Bewegungen von Christo ausreden.

Lasset uns ja auf Christum Jesum in aller Zuversicht unser