Druckschrift 
3 (1827)
Entstehung
Seite
39
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Won dem Herrn Christo. 39

ben. 3u solchem Werck kommt darnach die dritte Person, der Hei-lige Geist, welcher durch das Wasser der seligen Taufe den Glau-ben im Hertzen anzündet und uns also wiedergebieret zum ReichGottes.

Aaß Christus wahrer Gott sey, folget aus dem gewaltiglich undgewißlich, daß ihm die heilige Schrift, vornehmlich aber St.Paulus allenthalben gleich das zuschreibet, was er dem Vater zu-geeignet, als nemlich: gottliche Macht, item, daß er geben könneGnade, Friede des Gewissens, Vergebung der Sünde, Leben, Ueber-windung der Sünden, Todes und Teufels. Welcher Stücke St.Paulus ihm keines zuschreiben dürfte, (er wollte denn Gott seineEhre rauben und sie einem andern, der nicht Gott Ware, zueignen,)wo Christus nicht wahrer Gott wäre. So sagt auch Gott selber,Esaia 42, 8.: Ich will meine Ehre keinem andern geben. Und kei-ner kann einem andern geben, was er selbst nicht hat; weil aberChristus giebt Gnade, Friede, den Heiligen Geist, erlöset von derGewalt des Teufels, von Sünde und Tod, ist es gewiß, daß er eineunendliche, unmaßige und allmachtige göttliche Gewalt habe allent-halben, wie der Vater.

Christus bringet auch den Frieden, nicht wie ihn die Apostelbringen, nemlich durchs Predigtamt, sondern als ein Schöpsser; seineigen Werck und Geschöpffe schenckt er ihm. Der Vater schasset undgiebt Leben, Gnade und Friede, und gleich dieselbiqen Gaben schaf-fet und giebt der Sohn auch. Nun sind freylich diese Dinge, Gna-de, Frieden, ewiges Leben geben, Sünde vergeben, gerecht und frommmachen, vom Tode und Teufel erlösen, keiner Creatur, sondern al-lein der einigen göttlichen Majestät Wercke, und können solche Dingeauch die Engel selbst weder schassen noch geben. Darum geborensolche Wercke nur der hohen göttlichen Majestät, Ehre und Herrlich-keit zu, welche denn eine einige, rechte Schöpfferin ist aller Dinge.Dieweil denn St. Paulus und Johannes, der Evangelist, Christozueignet, daß er gleiche Gewalt und Macht habe, alle die Dinge mit