Druckschrift 
3 (1827)
Entstehung
Seite
31
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Von der Schöpfung.

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Dieser Knabe predigt Gottes Wort mit der That und im Werck, da^ Gott spricht: Herrschet über die Fische im Meer und Thiere auf

Erden, 1. Mos. 1,2A; denn der Hund leidet alles von dem Kindlein.

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Darauf sprach I>. Martin: Unterscheide es also: die Vernunft,so vom Teufel besessen ist, thut grossen Schaden in Gottes Sachen,und je grosser und geschickter sie ist, desto grössern Schaden thut sie,wie wir an weisen, klugen Weltleuten sehen, die mit ihrer Vernunftmit Gottes Wort nicht übereinstimmen, ja, je verstandiger und klü-ger sie sind, je mehr und hoffartiger sind sie wider Gottes Wort.Wenn sie aber vom Heiligen Geist erleuchtet wird, so hilft sie judi-ciren und urtheilen die heilige Schrift. Des Gottlosen Zunge lä-stert Gott, meine aber lobet und preiset ihn und ist doch ein Glied,Instrument und Werckzeug; an beyden ists eben eine Zunge, wievor und nach dem Glauben, und die Zunge an ihr selbst, als eineZunge, hilft nichts zum Glauben, und doch dienet sie ihm, wenn dasHertz erleuchtet ist. Also dienet die Vernunft dem Glauben auch,daß sie einem Ding nachdenckt, wenn sie erleuchtet ist; aber ohneGlauben hilft die Vernunft gar nichts nicht, sie kann es auch nicht,ja, schadet mehr, wie die Zunge ohne Glauben an ihr selbst redeteitel Gotteslästerung. Wenn aber die Vernunft erleuchtet ist, sonimmt sie alle Gedancken aus Gottes Wort, nach demselbigen rich-tet und lencket sie die auch; die Substanz und das Wesen an ihmselbst bleibet, wie es geschaffen ist, die Eitelkeit aber und das Bösegehet unter, wenn die Vernunft vom Heiligen Geist erleuchtet wird.

Einer fragte den Doctor: Was doch das Paradies vor ein Ort,wie und wo es gewesen wäre? antwortete er und sprach: Ich halte,daß die ganze Welt das Paradies sey genannt worden, aber Mosesbeschreibts nach Adams Gesichte, so fern ers hat können sehen, anden vier Wassern. Das Paradies aber wirds geheissen, weil esüberall so lieblich und lustig ist gewesen. Adam war und wohnetegegen Morgen in Syrien und Arabien, als er geschassen ward; nach-dem er aber gesündiget hatte, da ists nicht mehr so lieblich gewesen,wie vormals, es war ihm kein Paradies, noch Lustgarten. Also Heis-set Moses die Gegend zu Sodoma und Gomorra ein Paradies, wiedenn auch Samaria und Judäa ein sehr fruchtbar Land gewesen ist;nun aber, sagt man, sey es gar sandig, wie Graf Bothe zu Stoll-berg berichtet, der zum heiligen Lande gewesen ist, und die güldeneAue dafür lobete. Also hat Gott solch fruchtbar Land verfluchetund unfruchtbar lassen werden, um der Sünde willen, denn wo

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