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3 (1827)
Entstehung
Seite
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Bon der Schöpfung.

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schöne, herrliche Creatur Gottes wäre doch der Mensch, gezieret mitallerley Erkenntniß und Weisheit. Wie seliglich hätte er gelebet ohnealle Mühe, Unglück, Kranckheit, und wäre darnach ohne alles Füh-len des Todes verwandelt worden, hätte biß zeitliche Leben abgelegt,an allen Creaturen seine Lust und Freude gehabt, und wäre einefeine, lustige Veränderung und Verwechseln aller Dinge gewesen.Wie in diesem elenden Leben Gott in vielen Creaturen die Auferste-hung der Tobten entworfen und abgemalet hat.

Da einer fragte: Weil Gott wußte, daß der Mensch nichtwürde in seiner ursprünglichen Unschuld bleiben, warum hat er ihndenn geschaffen? antwortete 1). Martin: Ein grosser Herr muß auchPinckeltöpse in seinem Hause haben, 2. Tim. 2, 22. 19., sonst ken-net er die seinen wohl, wer sie seyn. Es sind ihrer viel, die da mey-nen, wenn sie eine Predigt oder zwey gehöret, oder gelesen haben, siekönnens nun alles, haben den Heiligen Geist mit Federn gar gefres-sen, welches sattsame, verdrüßliche Geister sind, gerade als könnteman das hohe, grosse Geheimniß gottlicher Majestät, die himmlische,güldene Kunst des Raths Gottes, auslernen, da es doch in gemei-nen, weltlichen Künsten' weit fehlet, und keiner vollkömmlich ausstu-diren kann. Wie sollte man denn in solcher verderbten, elenden,schwachen Natur und Blindheit der hohen, göttlichen Majestät Rathund Hertz gar können ausforschen und gründlich begreiffen? Aber derKnecht, so des Herrn Willen weiß, und thut ihn nicht, wird vielsehrer geschlagen werden, denn der ihn nicht weiß. Luca 12, 47-

Solches antwortet St. Paulus, da er Rom. 9, 20. spricht:Darum, o Mensch! kannst du dich nicht entschuldigen; wer bist dudenn, daß du mit Gott rechten willt? Spricht auch ein Werck zuseinem Meister, warum machst du mich also? Ach! der Satan istin allen Worten und Wercken Gottes Widersacher, wie auch ein jeg-licher Gottloser, denn er ist gewiß vom Teufel besessen, ob wol nichtleiblich, so ist ers doch geistlich im Hertzen.

Wir wissen nicht, wie unser Herr Gott seinen Bau zurichtet,wir sehen nur das Gerüste von Stangen und bästenen Stricken zu-gerichtet; darum achten wir Gottes Willen nicht, sondern schlagens inWind, fragen nicht viel darnach. Aber wenn wir in jenem Leben GottesGebau und Haus sehen, werden wir uns verwundern und freuen, daßwir in Anfechtungen ausgestanden haben. Gott ist wunderbar und wirdauch wunderbarlicher Weise von seinen Heiligen erkannt, wie Pau-

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